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Leider ein gewohntes Bild: Die Baustelle an der B 2 in Weilheim hat sich verzögert, der Verkehr fließt auch weiterhin einspurig. 

Baustelle an der Krumpperstraße hielt böse Überraschungen im Untergrund bereit

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Seit mittlerweile einem Monat ist in Weilheim die B 2 in Höhe Krumpperstraße wegen Bauarbeiten der Stadtwerke einseitig gesperrt. Eigentlich sollte der Verkehr Richtung München mit Ende der Schulferien wieder auf üblichem Weg rollen. Doch unerwartete Funde im Untergrund haben den Zeitplan durcheinandergewirbelt.

Weilheim – Wie berichtet, müssen die Stadtwerke in der Krumppstraße die Abwasserrohre erneuern, da diese sich gesetzt hatten. Auch die Wasserleitungen werden in diesem Zug ausgetauscht sowie Leerrohre für die künftige Versorgung mit schnellem Internet verlegt. 

Weil die Arbeiten im Kreuzungsbereich mit der Bundesstraße ohne eine Teilsperrung selbiger nicht möglich sind, hatte man die Baumaßnahme extra in die Sommerferien gelegt, um die Verkehrsbehinderung möglichst gering zu halten. „Leider haben wir momentan einen Bauzeitenverzug“, sagt Stefan Hartmann, Bereichsleiter Wasser und Abwasser der Stadtwerke.

Der Grund: Bei den Bauarbeiten stieß man auf alte Gas- und Telekommunikationsleitungen, die in den Plänen nicht eingezeichnet waren. „Diese mussten wir erst aufwendig freilegen“, erklärt Hartmann.

Gasleitungen könnten noch Restgas beinhalten

Vor allem die alten Gasleitungen ließen sich nicht ohne weiteres zurückbauen. „Es besteht immer die Gefahr, das sie noch Restgas beinhalten.“ Auch der Baugrund an sich bot laut Hartmann die ein oder andere unliebsame Überraschung. So stießen die Bauarbeiter beim Graben etwa auf alte Betonklötze und Verunreinigungen, die beseitigt werden mussten.

All das führte dazu, dass der ursprüngliche Plan, den Kreuzungsbereich mit dem Ende der Ferienzeit wieder für den Verkehr freizugeben, nicht mehr zu halten war. „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Bundesstraße ab Ende nächster Woche wieder ohne Einschränkung befahrbar sein wird“, sagt Hartmann. 

Bis dahin wird der Verkehr Richtung München weiter über den Narbonner Ring umgeleitet. Zu langen Staus und Behinderungen kam es bislang laut Hartmann nicht. „Die Weilheimer haben sich darauf eingestellt.“

Messgerät in der parallel verlaufenden Kalr-Böhaimb-Straße aufgestellt

Diesen Eindruck bestätigt auch Gerhard Bäck, Leiter der örtlichen Verkehrsbehörde. Lediglich von Anwohnern der parallel verlaufenden Karl-Böhaimb-Straße habe es Beschwerden gegeben, dass dort zu schnell gefahren werde. 

Man habe zwischenzeitlich darauf reagiert und ein Messgerät aufgestellt. Mit dem Ende der Umleitung sollte sich der Verkehr dort aber wieder normalisieren, so Bäck.

Nach den Bauarbeiten im Kreuzungsbereich sind die Bagger in der Krumpperstraße selbst noch einige Zeit im Einsatz. Bis voraussichtlich Ende November sollen die Arbeiten am Kanalnetz endgültig abgeschlossen sein. 

Zwar müsse die Straße in diesem Zeitraum abschnittsweise voll gesperrt werden, so Hartmann. Weil der Durchgangsverkehr davon aber nicht betroffen sei, dürften sich die Auswirkungen in Grenzen halten. 

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