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Über 150 Jahre im Familienbesitz: Oberbayerisches Traditionscafé wieder eröffnet

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Eröffnen das Café Krönner wieder: (v.l.) Max, Barbara und Michael Krönner.
Eröffnen das Café Krönner wieder: (v.l.) Max, Barbara und Michael Krönner. © Gronau

Nach einem Jahr Pause wird das Café Krönner im Frühling wiedereröffnet. Die Familie Krönner bereitet derzeit die Fortsetzung ihrer über 150-jährigen Tradition in Weilheim fort.

Weilheim – Noch ist das einst schmucke Kaffeehaus Café Krönner Baustelle. Im Vorderhaus am Marienplatz in Weilheim (Kreis Weilheim-Schongau) ist gerade der Abbruchtrupp an der Arbeit. Grund ist ein „Sanierungsstau“, wie die Seniorchefin Barbara Krönner erklärt. Und so habe sich die Familie zu einer Komplettrenovierung entschlossen, nachdem sie im zweiten Anlauf einen guten Mietvertrag bekam.

Wiener Kaffeehaus-Flair für Weilheim: Traditionscafé öffnet im Frühling

Die rund 200 Quadratmeter, wo bisher der Verkauf, das Café und die Weinstube waren, werden auch künftig wieder so genutzt. Eingerichtet wird im Retro-Stil, mit dem Flair eines Wiener Kaffeehauses. Nur der Verkaufsbereich wird etwas moderner gestaltet. Etwa 80 bis 100 Gäste sollen hier Platz finden, zusätzlich ist eine Bewirtung auf dem Marienplatz geplant. Das Angebot des Tagescafés umfasst das der klassischen Konditorei, darunter auch die „Krönner Spezial“, die einen anderen Namen bekommen wird. Auch der Mittagstisch wird wieder angeboten.

Besonderen Wert legt Barbara Krönner auf eigene Herstellung mit natürlichen Zutaten. Auch ein sozialer Aspekt ist der Konditormeisterin wichtig. So bezieht das Unternehmen den Kakao für die Schokolade von einer Kooperative in Ghana, die es auch bei der Kinderbetreuung unterstützt.

Café Krönner in Weilheim: Handwerk hat in der Familie Tradition

Im hinteren Bereich sind Lagerräume, ein Kühlraum und die Personalräume vorgesehen. Dort soll auch produziert werden, bis die geplante Produktionsstätte in Riegsee ihren Betrieb aufgenommen hat. Von dieser aus sollen die vier Cafés und Verkaufsstellen in Weilheim, Murnau und Oberammergau beliefert werden. Durch die Zusammenlegung wird die Produktion optimiert, wie die Söhne von Barbara Krönner, Max und Michael, erklären. Sie sind beide Konditormeister und wollen die Familientradition fortführen.

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Eröffnung des Weilheimer Traditionscafés im Frühling

Die Eröffnung ist für das Frühjahr geplant. Das genaue Datum hängt davon ab, wann das neue Inventar geliefert wird und wann die Handwerker Zeit haben, es einzubauen. Auch wird Personal gesucht. Etwa 15 Vollzeitkräfte werden laut Barbara Krönner für den Betrieb benötigt, die in Küche, Konditorei, im Service und im Verkauf arbeiten, außerdem ein Barista für die Zubereitung von Kaffeespezialitäten. Das Handwerk hat seit 1759 Tradition in der Familie.

Das Café in Weilheim geht auf das Jahr 1869 zurück, als Leopold Krönner, den seine Ururenkelin Barbara als „Leitfigur und Visionär“ bezeichnet, aus Moosburg hierher kam und das Haus kaufte, das heute das älteste bestehende Krönnerhaus ist, weshalb sie sich „mit Weilheim verbunden“ fühlt. Alfred Schubert

Das Bratwursthäusle in Nürnberg blickt sogar auf eine 600-jährige Geschichte zurück.

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