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An der Rathauskreuzung in Weilheim soll sich die Situation für Fahrradfahrer verbessern. 

Bau- und der Verkehrsausschuss ist begeistert 

Viel Lob für kleine Umbauten an der B2: Bessere Fußgänger-Überwege und eine Fahrradspur

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Wenn die Fahrbahn der B2 zwischen Mittlerem Graben und Amtsgericht erneuert wird, sollen Fußgänger-Überwege verbessert und am Rathausplatz eine Fahrradspur geschaffen werden. 

Weilheim – Mit dem neuen Fahrbahnbelag will das für die Bundesstraße zuständige Staatliche Bauamt vor allem Lärm vermindern. Zugleich wird die Gelegenheit genutzt, die Rathauskreuzung und die Querungshilfen zwischen Rathaus und Amtsgericht für Fußgänger barrierefrei zu gestalten: Bordsteine werden abgesenkt, in die Gehwege Hilfen für Sehbehinderte eingebaut. Deutlich größer soll die Verkehrsinsel auf Höhe Johann-Baur-Straße/Oberer Graben werden (sodass dort mehrere Fußgänger und Radfahrer Platz haben, auch die Aufstellfläche am Haus-Eck wird ausgeweitet). In die Grün-Insel der Einmündung Murnauer Straße wird ein Übergang eingebaut. Und bei der Fußgängerampel am Gymnasium soll es eine breitere Aufstellfläche für Fußgänger und Radler geben, damit sie bei Grün zügiger die Straße überqueren können.

Wie bereits berichtet, gibt es im Zuge der Sanierung auch am Rathausplatz eine wichtige Änderung: Von der Oberen Stadt her wird ein Fahrradschutzstreifen zwischen der Rechts- und Linksabbiegespur geschaffen. Von diesem können Radler nach links abbiegen oder geradeaus in die Admiral-Hipper-Straße einfahren. Zudem wird eine Fläche vor der Linksabbiegespur markiert, in der sich Radfahrer bei roter Ampel vor den Autos aufstellen können. Das hält auch Martin Hackl, der neue Verkehrsexperte der Polizei Weilheim, für sinnvoll.

Mehr zum ThemaB 2-Ausbau in Weilheim könnte unangenehme Nebenwirkungen haben. 

Schutzstreifen am Rathausplatz: „Deutliche Verbesserung für Radfahrer“

Der Verkehrs- und der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrats stimmten diesen Plänen des Staatlichen Bauamts bei einer gemeinsamen Sitzung jetzt einmütig – und voll des Lobes – zu. Die Vorschläge seien „alle durchdacht“, sagte Walter Weber (Freie Wähler). Das könne man nur befürworten, hieß es auch von BfW, CSU und Grünen. Michael Lorbacher (SPD) nannte den Schutzstreifen am Rathausplatz „eine deutliche Verbesserung für Radfahrer“. Es sei auch richtig, diesen nicht von der bislang probeweisen Einfahrt für Radler in die Admiral-Hipper-Straße abhängig zu machen: „Ich denke, da werden wir zu einer festen Lösung kommen“, so Lorbacher. Kurt Dörr vom Agenda-Arbeitskreis „Mobilität und Verkehr“ hätte sich gewünscht, dass sich Radler am Rathausplatz auf der gesamten Breite vor den Autos aufstellen dürfen. Das ist laut Martin Dondl, Sachgebietsleiter am Staatlichen Bauamt, aber nicht möglich, weil der Schutzstreifen dafür rechts sein müsste.

Geprüft hatte das Staatliche Bauamt auf Bitten von CSU-Stadträtin Uta Orawetz auch einen älteren Vorschlag aus dem Leitbild-Prozess, demzufolge der Rathausplatz komplett umgestaltet und vor dem Modehaus „Echter“ ein größerer Fußgängerbereich geschaffen werden sollte. Das wäre laut Dondl aber eine enorm aufwendige Baumaßnahme, bei der auch Spartenverlegungen im Boden nötig wären und statt des jetzigen Parkplatzes am Rathausplatz höchstens noch zwei bis drei Längsparkplatze möglich wären. „Das ist mit vielen Problemen behaftet“, wandte sich auch Bürgermeister Markus Loth (BfW) gegen diese Idee.

Antrag auf Prüfung einer Fußgänger- und Radfahrerunterquerung am Gymnasium

Unterdessen reichte die CSU-Fraktion einen „Antrag auf Prüfung einer Fußgänger- und Radfahrerunterquerung“ der B2 am Gymnasium ein. Vor allem morgens und mittags „queren an dieser Stelle täglich sehr viele Schüler“ die B2, schreibt die CSU, gleichzeitig seien dort viele Pendler und Berufstätige mit dem Auto unterwegs. Das führe zu Stauungen, und dieser „Verkehrsstress“ wiederum gefährde auch die Schüler. Da das Staatliche Bauamt die Aufstellfläche dort ohnehin vergrößern will und auf dem Gymnasiumsgelände für einen Turnhallenneubau tief abgegraben werden würde, wären laut CSU „beim Bau einer Unterquerung eventuell Synergieeffekte möglich“. Die Stadt solle deshalb überprüfen, wie eine solche verkehrlich zu beurteilen wäre und was sie kosten würde. Über den Antrag wird in einer der kommenden Ausschuss-Sitzungen diskutiert.

Die bereits beschlossenen Umbauarbeiten an der B2 sollen großteils in den Sommerferien stattfinden. Während der Bauzeit kann die B2 zwischen Landratsamt und Amtsgericht dann nur in Richtung Norden befahren werden; der Verkehr Richtung Süden wird über den Mittleren und Unteren Graben umgeleitet.

Ausblick für die Zeit „nach 2019“ 

Dondl gab zudem einen Ausblick: „Nach 2019“ werde auch die Fahrbahn der B2 zwischen Amtsgericht und Süd-Kreisel erneuert. In diesem Zuge solle die lange Rechtsabbiegespur am Maibaumplatz aufgelöst und zu einem erweiterten Fußgängerbereich oder Grünstreifen werden. Außerdem sei an dieser Stelle auf Höhe Weinhartstraße eine weitere Querungshilfe geplant.

mr

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