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Der Blaslweiher bei Marnbach muss saniert werden.

Das wird teuer

Obwohl er ihr nicht gehört: Stadt muss Blaslweiher sanieren - wegen Überflutungsgefahr

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Obwohl er ihr nicht gehört, hat die Stadt Weilheim die Unterhaltspflicht für den Blaslweiher bei Marnbach. Und die könnte demnächst teuer kommen – denn ein Damm muss saniert werden.

Marnbach/Weilheim – Das Kloster Polling hat ihn im Mittelalter angelegt, später diente er als Eisweiher für den „Bräuwastl“ in Weilheim, und die Erben der Brauerei haben den Blaslweiher dann an privat weiterverkauft – „leider“, wie Marnbachs Ortsreferent Klaus Gast (CSU) jüngst im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates sagte: Zwar habe die Stadt den Weiher „zu Bürgermeister Rawes Zeiten“ kaufen wollen, ihn aber nicht bekommen. Nun sollte man dem heutigen Eigentümer erneut ein Kaufangebot machen, forderte Gast: „Dann sanieren wir wenigstens eigenes Eigentum.“

Denn für die nötige Sanierung des Dammbauwerks, auf die das Landratsamt drängt, ist die Stadt Weilheim zuständig, unabhängig vom Grundeigentum. Laut Bayerischem Wassergesetz tragen die Gemeinden die Unterhaltslast für alle Gewässer dritter Ordnung in ihrem Gemeindegebiet. Und das Sachgebiet „Wasserrecht“ des Landratsamtes hat die Stadt jetzt aufgefordert, bis 15. Mai eine Bestandsplanung und bis spätestens August eine Sanierungsplanung für das marode Dammbauwerk vorzulegen. Hintergrund ist die Sorge, dass der Damm brechen und weiter unten liegende Grundstücke überfluten könnte. Wobei laut Stadtbauamt nicht akut Gefahr in Verzug ist, weil vergangenes Jahr als „Sofortmaßnahme“ bereits Wasser aus dem Weiher abgelassen wurde.

Dennoch steht fest: „Wir müssen was tun“, so Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus – „auch wenn uns der Weiher nicht gehört und wir nichts davon haben“. Die Gemeinde Fuchstal habe in einem „genau gleichen Fall“ gegen die Anordnung geklagt, so Stork, und sei damit bereits in zwei Instanzen durchgefallen. Zwar wäre es möglich, die Kosten auf die betroffenen, durch die Maßnahmen geschützten Anlieger umzulegen. Doch solche Verfahren seien kompliziert, und mangels einer entsprechenden Mustersatzung habe sich bislang „noch keine Gemeinde an dieses Thema herangewagt“. „Also Finger weg davon!“, sagte Stork im Bauausschuss.

CSU-Vertreter Stefan Zirngibl jedoch fand durchaus überlegenswert, eventuell mit einem Anwalt eine solche Mustersatzung zu erstellen. Immerhin gehe es um „nicht unerhebliche Summen aus Steuermitteln“, und man könnte dadurch auch „einen gewissen Druck aufbauen, dass der Eigentümer eventuell zu einem anständigen Preis verkauft“.

Beschlossen hat der Bauausschuss vorerst aber nur, ein Fachbüro mit der geforderten Sanierungsplanung zu beauftragen – was in der anschließenden nicht-öffentlichen Sitzung umgehend angegangen wurde. Der unter drei Büros ausgewählte Planer wird auch die Kosten für die notwendigen Arbeiten am Blaslweiher ermitteln. Deren Größenordnung ist momentan noch völlig offen. Mögliche Förderungen sollen in den nächsten Monaten eruiert werden. Immerhin könnte die Stadt für die Sanierung 50 bis 70 Prozent Zuschuss vom Freistaat bekommen, wie es hieß.

mr

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