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Sechs Gesangs- und Instrumentalgruppen füllten die Bühne der Stadthalle.
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Offizielle Übergabe: Trachtler-Vorstand Martin Schwarzenbrunner (Bild links, Mitte) mit der bisherigen Organisatorin Rosemarie Schmid und ihrem Nachfolger Friedl Entenmann; Sprecher Stefan Semoff (r.) sah dabei zu.

Weilheim

Eine Wonne, dieses „Da Summa is uma“

Das Singen „Da Summa is uma“, erstmals von Friedl Entenmann organisiert, begeisterte in der ausverkauften Stadthalle. 

Weilheim – Es war eigentlich wie jedes Jahr, wenn in der Stadthalle das Herbstsingen „Da Summa is uma“ über die Bühne geht. Die Halle war voll besetzt, die Musikanten warteten auf der herbstlich geschmückten Bühne auf ihren Einsatz. Und doch war das 27. Singen ein wenig anders. Schon der Vorstand des Heimat- und Trachtenvereins, Martin Schwarzenbrunner, begrüßte die Gäste mit viel Humor. „Es gab bei uns eine Inflation mit Wechseln im Vorstand, doch ich komm’ jetzt öfters“, versprach er. Erstmals zählte die bisherige Organisatorin Rosemarie Schmid, die sich selbst „in den Ruhestand versetzt hat“, zu den Ehrengästen des Abends. Mit einem feierlichen Übergabegespräch wurde Friedl Entenmann offiziell zum neuen Organisator ernannt. „Du hast den Friedl gut beraten, es passt alles, es hätte nicht besser sein können“, lobte Schwarzenbrunner und überreichte Schmid einen „Zauberblumenstrauß“, den er um Mitternacht bei Vollmond gepflückt habe. Auch Rosemarie Schmid lobte ihren Nachfolger, der schon 15- mal beim Herbstsingen aktiv war und bei den „Gögerlgeigern“ Akkordeon spielt. Er sei „der beste Nachfolger“ – „ich helf’ dir, solang ich kann“, versprach Schmid.

Nach soviel Ehr konnte der musikalische Teil beginnen, dessen Vielfalt wieder eine Wonne war. Viel Stimmung brachten die sieben Mann der „Tegernseer Tanzlmusi“, die schwungvoll unter dem Motto „Da Summa is uma“ begannen. Dem schlossen sich die „Eschenloher Sänger“ mit dem Lied „Da Summa is außi“ gerne an. Und die Lokalmatadoren, die „Gögerlgeiger“, stimmten das begeisterte Publikum mit dem „Weilheimer Schützenmarsch“ ein.

Die Gruppen wechselten sich gekonnt ab, da gab es Gesangseinlagen genauso wie instrumentale Leckerbissen – etwa von „Gruberich“: Mit ihren Gustostückln für Harfe, „Ziach“, Hackbrett und Cello begeisterten die drei studierten Musiker immer wieder das Publikum. Auch die Couplets vom „Habern Zwoagsang“, etwa „Er sagt, sie sagt“, waren hörenswert und stimmten fröhlich. In nichts nach stand der „Johanni Gsang“, der vom „Sunnauntergang“ oder der „Wirtsstub’n“ sang. Stückln wie „Koa lustigers Leb’n“, die die „Eschenloher Sänger“ dabei hatten, fügten sich bestens in den Reigen ein. Moderator Stefan Semoff, Redakteur für Volksmusik beim Bayerischen Rundfunk, führte mit viel Humor, aber auch etwas Nachdenklichkeit durch den Abend. Mit „Gschichterln“ über den Schweinsbraten oder den „Almpreißn“, etwa aus der Feder von Helmut Zöpfl, sorgte er für Gelächter im Saal.

Mit dem gemeinsamen Lied „Kimmt schee hoamli de Nacht“ und der Aufforderung „Fahr ma hoam“ durch die „Eschenloher Sänger“ sollte der Abend ausklingen. Doch nach gut zwei Stunden forderte das Publikum mit rhythmischem Klatschen noch zwei Zugaben, die die „Gögerlgeiger“ und die „Tegernseer Tanzlmusi“ gern erfüllten.

Inge Beutler

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