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Das Komod-Festoval an der Weilheimer Ammer ist umstritten - und wird ebenso gefeiert.

„In Weilheim nichts Neues“

Debatte ums Komod-Festival: Jetzt melden sich Stadt und Veranstalter zu Wort

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Die Debatte um das Komod-Festival in Weilheim reißt nicht ab. Während viele Weilheimer begeistert sind von der Party an der Ammer, hagelt es auch Kritik. Jetzt schalten sich Stadt und Veranstalter ein.

Weilheim – Manch einer droht schon mit rechtlichen Schritten und damit, eine Neuauflage des Festivals verhindern zu wollen, da ist die Drei-Tages-Party vom 3. bis 5. August an der Ammer in Weilheim noch gar nicht richtig vorbei. Seither läuft in Weilheim und Umgebung eine Debatte, die ihresgleichen sucht. Auf der Facebook-Seite des Weilheimer Tagblatts wird ebenso munter diskutiert wie in Leserbriefen, die die Redaktion erreichen.

Während die einen begeistert sind von dem, was die Veranstalter da auf die Beine gestellt haben, hagelt es von anderen Kritik. Viel zu laut sei das Festival gewesen, eine massive Störung für Natur, Kinder, Tiere. Für den eigenen Schlaf und überhaupt. Mal wieder typisch „Langweilheim“, kontern die Komod-Fans. Ein Ende der Debatte? Nicht in Sicht.

Aber wie sind eigentlich die rechtlichen Umstände? Haben die Kritiker Recht? War das Festival zu laut? Wir haben bei der Stadt nachgehakt:

Die Veranstalter des „Komod-Festivals“ in Weilheim haben die gesetzlich vorgeschriebenen Dezibel-Grenzwerte eingehalten. Das bestätigte auf Nachfrage Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder. Die Emmisionsschutzbehörde des Landratsamtes habe ihm bei einer Nachbesprechung am Donnerstag mitgeteilt, dass weder die Grenze von 95 Dezibel auf dem Festival-Gelände noch die von 55 Dezibel am nächst gelegenen Wohnhaus überschritten worden war. 

Das Komod-Festival in Bildern

Während des „Komod-Festivals“, das am vergangenen Wochenende rund um das Naturfreundehaus stattfand, hatte es Beschwerden von Anwohnern aufgrund des hohen Lärms gegeben. Für Ordnungsamtsleiter Wunder eine „subjektive Wahrnehmung, womöglich verstärkt durch die Hitze“. Er sagte: „Wenn ich dann mein Fenster offen habe und wegen der Musik auf dem Festival nicht einschlafen kann, kann das natürlich nervig sein.“ 

Da sich die Veranstalter jedoch an alle Auflagen gehalten haben, gebe es rechtlich nichts zu beanstanden. „Alles lief in einem korrekten Rahmen ab.“ Dass es Beschwerden von Anwohnern gebe, sei bei Großveranstaltungen in Weilheim nichts Neues. „Das erleben wir auch während der ,Französischen Woche’ oder des Volksfests“, sagte Wunder. Im Allgemeinen lobte er die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern. „Alles lief sehr transparent ab, und wir waren stets in alle Überlegungen mit einbezogen.“ Gegen ein weiteres „Komod-Festival“ sei aus der Sicht des Ordnungsamtes nichts einzuwenden.

Auch die Veranstalter selbst haben sich nun zu Wort gemeldet. Mit einem kurzen Statement schildern sie ihre Sicht der Dinge:

Auch die Organisatoren des „Komod-Festivals“, Christian Botsch, Florian Mangold und Navina Pernsteiner, haben natürlich von den Anwohnern gehört, die sich wegen des hohen Lärms beschwert haben. Um in der Debatte, in der zwei Weilheimer gar dazu aufriefen, sich zu einem Bündnis zusammenzuschließen, um künftige Festivals zu verhindern, nicht zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen, hält sich das Trio jedoch mit einer ausführlichen Stellungnahme zurück. Christian Botsch sagt nur soviel: „Wir haben Verständnis für die Menschen, die sich durch die Musik gestört gefühlt haben. Das war natürlich nicht unser Ziel, lässt sich aber schwer verhindern. Denn: Wir haben die vorgeschriebenen Dezibel-Grenzwerte zu jeder Zeit eingehalten und sind uns daher keiner Schuld bewusst.“ 

nutz

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