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Viel los war beim Trikottag des TSV Weilheim auf dem Marienplatz. 

Mehr Sporthallen für die Kinder

Draußen ging’s um drinnen

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200 Kinder und Erwachsene kamen zum TSV-Trikottag. Dazu gab es eine Diskussionsrunde an der Mariensäule zur Sporthallensituation in Weilheim.

Weilheim – Seit drei Jahren ruft der Bayerische Landessportverband (BLSV) die Sportvereine dazu auf, bei einem „Trikot-Tag“ ein Zeichen für den Vereinsport zu setzten. Der TSV Weilheim beteiligte sich von Beginn an an der Aktion. In diesem Jahr trommelte der größte Sportverein der Kreisstadt rund 200 Kinder und Erwachsene auf dem Marienplatz zusammen, um nicht nur für den TSV Farbe zu bekennen, sondern auch um auf die unverändert problematische Hallensituation in Weilheim hinzuweisen. Die TSV-Verantwortlichen nutzten die Gelegenheit, um Kommunalpolitiker samt den drei Bürgermeistern zusammen mit Verbandsfunktionären zu einer Diskussionsrunde an der Mariensäule zu versammeln.

Alles noch wie 1972

„Wir haben in Weilheim immer noch elf Turnhallen wie schon 1972“, sagte TSV-Vizepräsidentin Eva-Maria Schweiger. „Wir brauchen die Sporthallen nicht, um olympische Rekorde zu brechen, sondern einfach, um den Kindern Sport anzubieten.“

Um die Situation zu verbessern, hat der TSV einen mehrstufigen Plan erarbeitet, der auch immer wieder Thema im Arbeitskreis zusammen mit Vertretern der Stadt war und ist. Der erste Teil umfasst den Anbau Nord am Sportzentrum, Baubeginn soll noch dieses Jahr sein. Der zweite umfasst die am Gymnasium geplanten Turnhallen als Ersatz für die beiden alten. Der dritte Punkt ist die Erweiterung der Röntgenhalle.

„Am Gymnasium brauchen wir eine 2+X+1-Halle,“ sagte Walter Kurzrock, der beim TSV für die Sportstätten zuständig ist. Das X, mehr Deckenhöhe und eine Empore als kleine Tribüne, müsse die Stadt übernehmen, genauso wie den Ausbau der Röntgenhalle, um diese unter anderem für Basketball wettkampffähig zu machen. Durch die Erweiterung könnte dort dann die Schüler der benachbarten Förderschule unterkommen, die für ihren Sportunterricht bisher mit dem Bus zur Hardtschule fahren, die inzwischen auch aus allen Nähten platzt.

Stadtrat steht hinter TSV 

„Die Planung am Gymnasium ist schon sehr konkret, wir führen da als Stadt bereits Gespräche mit dem Landkreis wegen dem X“, erläuterte Bürgermeister Markus Loth. „Die Planung für die Röntgenhalle ist vergeben, da muss man sehen, wie es mit der Förderung läuft“, so der Rathauschef.

„Der komplette Stadtrat steht hinter dem TSV und dem Sport“, sagte Stadtrat Walter Weber. „Wie wichtig das Thema ist, zeigt auch, dass alle drei Bürgermeister heute da sind“, so Angelika Flock, die dritte Bürgermeisterin, die wie zweiter Bürgermeister Horst Martin an der Gesprächsrunde teilnahm. „Schul- und Vereinssport ist wichtig. Der BLSV als Interessenvertreter unterstützt die Kommunen und Vereine beim Ausbau der Sportstätten, und in Weilheim wird da viel getan“, lobte Huglfings Bürgermeister Bernhard Kamhuber in seiner Funktion als Beisitzer des BLSV.

VON ROLAND HALMEL

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