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Engagieren sich bei der „Agenda 21“ und somit für Weilheim, von links: Dr.Ulf Knabe, Brigitte Gronau, Friederike Vogel und Dr. Giselher Propach. 

Jubiläum im Oktober

Ein Festakt für 20 Jahre „Agenda 21“

Die „Agenda 21“ in Weilheim feiert - und zwar 20-jähriges Bestehen. Sie hat bislang viel erreicht und ist mittlerweile in der Stadt verwurzelt. 

Weilheim – Angefangen hat alles im März 1997 mit einem Antrag der damaligen Grünen-Stadträtin Monika Propach: Sie beantragte, in Weilheim eine „Agenda-21“-Gruppe zu gründen, die sich den Themen „Umwelt“ und „nachhaltige Entwicklung“ widmen würde. „Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen“, erzählte Dr. Giselher Propach bei einem Pressetermin zum im Oktober anstehenden Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Weilheimer „Agenda 21“, der exakt 20 Jahre nach der ersten Veranstaltung stattfindet.

Nach dem Antrag damals im Stadtrat verging nämlich noch gut ein halbes Jahr, bis es im Oktober 1997 dann eine Gründungsveranstaltung gab, an der rund 200 bis 300 Weilheimer Bürger teilnahmen. Bei diesem ersten Treffen nahm die lokale „Agenda 21“-Gruppe sofort ihre Arbeit auf: „Dort haben sich zehn Arbeitskreise zu verschiedenen Themen gegründet“, sagte Friederike Vogel bei dem Pressetermin.

Von diesen zehn Arbeitskreisen existieren heute, 20 Jahre später, noch acht, wobei sich teilweise zwei Gruppen zu einer neuen zusammenschlossen und auch ganz neue dazu kamen. Die jüngsten Agenda-Kinder sind die Arbeitskreise „Senioren“ und „Gemeinwohl-Ökonomie“. Welche Themen aufgegriffen würden, hänge auch immer davon ab, wie die Gesellschaft und die Stadt sich verändere, sagte Vogel.

Viel haben die Weilheimer, die sich in der Agenda-Arbeit engagieren, erreicht. Einige Errungenschaften sind aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken: Zum Beispiel haben Mitglieder des Arbeitskreises „Mobilität und Verkehr“ den Stadtbus ins Rollen gebracht – anfangs gegen starken Widerstand. Der Arbeitskreis „Natur in und um Weilheim“ hat viele Bäume gepflanzt und für ein grüneres Weilheim gesorgt. Das erste Projekt dieser Gruppe war die Kranlöchl-Allee, deren Bäumchen sich zu gestandenen Bäumen entwickelt haben. Die Weilheimer Agenda ist inzwischen in der Stadt verwurzelt und nach 20 Jahren immer noch aktiv – was außergewöhnlich ist. In den meisten anderen Städten und Gemeinden sind die damals gegründeten Agenda-Gruppen inzwischen eingeschlafen. „Höchstens die Hälfte der damals gegründeten Gruppen exsistiert noch“, sagte Vogel.

Dass die Weilheimer Agenda über die Jahre so viel bewegen konnte, liegt an den aktiven Bürgern und an der Unterstützung durch die Stadt, darin sind sich die Agenda-Aktiven einig. „Wir sind von der Verwaltung gestützt“, sagt Vogel. Das bedeute finanzielle Unterstützung und einen Ansprechpartner bei der Stadt. Und nachdem in den Anfangsjahren die Agenda-Aktiven von einigen Stadträten als Konkurrenz gesehen worden seien, sei es inzwischen ein gutes, partnerschaftliches Miteinander. „Das läuft jetzt problemlos“, sagte Propach.

20 Jahre „Agenda 21“ werden am Donnerstag, 26. Oktober, im „Pfarrheim Miteinander“ an der Theatergasse mit einem Festakt gefeiert. Beginn: 19.30 Uhr.

Kathrin Hauser

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