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Sie wollen 23 070 Mini-Ziegel unter die Weilheimer bringen: Uta Orawetz und Gerd Veit (r.) mit den „Kinderfestival“-Organisatoren Tom Kratz (l.) und Josef Wiedemann (2.v.r.). 

Benefizaktion beim „Kinderfestival“  

Eine Schule für Afrika – und jeder kann mitbauen

Mit 23070 Mini-Ziegeln für jeden Einwohner will Uta Orawetz die Weilheimer für ein ganz besonderes Projekt begeistern: Die Finanzierung einer Schule in Afrika. 

Weilheim – Sie selbst ist längst Feuer und Flamme für das Projekt, dass Weilheimer Bürger eine Schule in Afrika finanzieren, die dann auch Weilheim im Namen tragen wird. Jetzt hofft Uta Orawetz, dass sich viele Weilheimer anstecken lassen. Oder besser: ganz Weilheim. Deshalb ließ sie genau 23 070 Mini-Ziegel anfertigen – einen für jeden Einwohner. Jeder, der mindestens einen Euro für den Schulbau in Afrika spendet, bekommt einen solchen symbolischen Baustein. Damit wollen Orawetz und Mit-Initiator Gerd Veit möglichst viele Weilheimer auch „mental mit ins Boot holen“.

Startschuss für die Aktion „23 070 Ziegel für 23 070 Weilheimer“ ist das erste „Kinderfestival“ am Samstag, 4. August, von 11 bis 15 Uhr auf dem Marienplatz. Orawetz geht es dabei nicht nur um Spenden, wie sie bei einem Pressegespräch erläuterte; sie will, dass gerade Kinder von dem Projekt erfahren und verstehen, wie wichtig Schulen für Afrika sind. Sie ärgere es, wenn hierzulande gesagt werde, man müsse in die Schule gehen, so Orawetz: „In vielen Teilen der Erde sind Kinder glücklich, wenn sie in die Schule gehen dürfen.“

Eine Schule soll gemeinsam mit Weilheimern finanziert werden 

Die Möglichkeit dazu will der ehemalige Reiseunternehmer Reiner Meutsch mit seiner Stiftung „Fly & Help“ schaffen. Die errichtete mittlerweile fast 250 Schulen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Jedes Jahr sollen rund 30 hinzu kommen, eine davon – am liebsten in Kenia – wollen Orawetz und Veit zusammen mit den Weilheimern finanzieren. Mit ihren beiden „DERPART“-Reisebüros in Weilheim sponsert Orawetz alle Werbe- und Verwaltungskosten, sodass „jeder gespendete Euro zu 100 Prozent ins Projekt geht“, wie sie versichert.

In Orawetz’ Reisebüros sind auch nach dem „Kinderfestival“ noch Ziegelsteine gegen Spende erhältlich. Dort kann man sich außerdem für die Live-Show „Abenteuer Weltumrundung“ anmelden, mit der Meutsch am 1. Dezember ins Weilheimer Stadttheater kommt. Vergangenen Dezember begeisterte der 62-Jährige damit bereits 130 Gäste im „Kinocenter Trifthof“. In der Folge wurden 17 500 Euro gespendet, die der Grundstock für die „Weilheimer DERPART-Schule“ sind. Die kostet insgesamt 50 000 bis 60 000 Euro. Bis Sommer 2019 soll das Geld zusammenkommen.

Weitere Informationen

unter der Telefon 0881/3000. Bei Spenden via Homepage ist der Verwendungszweck „Weilheimer DERPART-Schule“ wichtig.

Von Magnus Reitinger

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