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Auch auf dem Firmengelände der EVA in Erbenschwang befindet sich eine Photovoltaikanlage. 

Immer mehr Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Immobilien

EVA weiter auf Erfolgskurs

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Die aktuelle Geschäftsentwicklung bei der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungs-Gesellschaft mbH stellte Geschäftsführer Fritz Raab im Kreistag vor.

Landkreis – Die EVA GmbH, eine 100-prozentige Tochter des Landkreises Weilheim-Schongau, ist weiter auf Erfolgskurs. Daran ließ Geschäftsführer Fritz Raab im Kreistag keine Zweifel aufkommen. Wenn der Gewinn in einer Sparte im vergangenen Jahr zurückging, dann sind meist Investitionen die Ursache. So lag der Überschuss beim Betrieb der Photovaltikanlagen der EVA 2018 um rund 40 000 Euro niedriger als noch 2017. „Das lag daran, dass wir eine neue Leitung direkt zum Betrieb gelegt haben, um den Strom, den wir erzeugen, selbst zu nutzen“, so Raab. 

Die EVA baut und betreibt immer mehr Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Immobilien. In diesem Jahr soll eine Anlage auf dem frischsanierten Landratsamtsgebäude an der Pütrichstraße hinzukommen, auch auf dem Dach der Förderschule Penzberg soll noch heuer Strom aus Sonnenenergie erzeugt werden. Geplant ist zudem die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Realschule Schongau und des Berufsschulzentrums in Weilheim, das gerade errichtet wird.

Intensive Suche nach Standort für Wertstoffhof in Penzberg/Sindelsdorf

Ansonsten präsentierte Raab die Geschäftsentwicklung der EVA als stabil. Der Umsatz blieb mit 12,3 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau (12,2 Millionen Euro), die Zahl der Mitarbeiter beträgt 39 (2017: 40). 2,2 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in den Bau einer neuen Presswasservergärungsanlage investiert, die sich mittlerweile in der Testphase befindet. „Die Fertigstellung und Abnahme der Anlage soll noch heuer stattfinden“, sagte Raab.

Lesen Sie auch: Die Papiertonne kommt nach Schongau.

Er berichtete auch darüber, dass man intensiv daran arbeite, einen neuen Standort für den Wertstoffhof im Raum Penzberg/Sindelsdorf zu finden. Die Sindelsdorfer hätten dabei schon ein Gelände vorgeschlagen, weil sich die Errichtung eines Wertstoffhofs auf dem Gelände der Penzberger Deponie als technologisch schwierig erweisen könnte: „Der Baugrund dort ist schwierig“, so Raab. Er rechnet damit, dass noch heuer zwei alternative Standorte zur Entscheidung angeboten werden könnten.

In der anschließenden Debatte brachte Kreisrat Karl-Heinz Grehl (Grüne/Weilheim) den Gelben Sack aufs Tapet. Er habe gelesen, dass „der größte Teil des Inhalts des Gelben Sacks nach Indonesien verschifft und dort in den Pazifik gekippt wird“.

Raab räumte ein, dass er zu diesem Thema nur bedingt aussagefähig sei, da die zehn dualen Systeme in Deutschland für die Verarbeitung der Verpackungsabfälle verantwortlich seien. Er könne nur sagen, dass die Gelben Säcke aus dem Landkreis zur Sortieranlage am Münchener Flughafen gebracht würden. Anschließend würde ein erheblicher Teil „thermisch verwertet“, sprich in Müllverbrennungsanlagen verfeuert, ein Teil wiederverwertet, ein Teil zur Weiterverarbeitung ins Ausland gebracht.

Hans Schütz (Grüne/Peiting) warnte seinen Fraktionskollegen in diesem Zusammenhang: „Die Bürger im Landkreis trennen vorbildlich ihren Müll. Diese Pauschalkritik könnte diesen Umstand gefährden.“

VON SEBASTIAN TAUCHNITZ

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