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So einfach funktioniert das mit den neuen Radlständern am Weilheimer Bahnhof

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Norbert Moy von „Pro Bahn“ demonstriert, wie das Rad am Radlständer am Weilheimer Bahnhof oben geparkt wird.
So funktioniert der Radlständer: Norbert Moy von „Pro Bahn“ demonstriert, wie das Rad oben geparkt wird. © ralf ruder

Im Bereich des Weilheimer Bahnhofs sind immer noch einige Fahrräder wild abgestellt - auch am südlichen Abstellplatz, wo früher Autos parkten. Dabei sind die neuen doppelstöckigen Fahrradständer gut zu handhaben, wie ein Test von „Pro Bahn“ zeigte.

Weilheim – Während in der unteren Etage schon zahlreiche Fahrräder untergestellt waren, war oben noch viel Luft. Woran es liegt, dass die obere Etage kaum benutzt wird, weiß Norbert Moy nicht. „Ich benutze die Anlage regelmäßig und stelle mein Fahrrad bewusst in die obere Etage“, so der Bahnfahrer, der sich im Fahrgastverband „Pro Bahn“ um die Belange der Bahnreisenden kümmert. Die obere Ebene habe den Vorteil, dass er sich beim Sichern seines Rads mit einem Kettenschloss nicht unter die obere Reihe bücken muss.

Neue Fahrradständer sind gut zu handhaben

„Man braucht auch nicht viel Kraft, um das Fahrrad nach oben zu bringen“, erklärt er und führt die Bedienung vor: Die Schiene rausziehen, nach unten drücken bis ein Klicken zu hören ist, dann bleibt die Schiene unten, Fahrrad reinschieben, die Schiene nach oben klappen und wieder einschieben. Zum Hochklappen braucht man kaum Kraft, da eine Feder das Anheben unterstützt. Das ist besonders beim Einstellen eines schweren E-Bikes hilfreich.

Neue Fahrradständer bieten Platz für 320 Fahrräder

Auch sonst ist Moy mit der Anlage am neuen Busbahnhof zufrieden: „Die Schiene ist lang und breit genug für alle gängigen Fahrräder, und es gibt auch eine Öse für das Kettenschloss.“ Derzeit ist Platz für 320 Fahrräder. Weitere Abstellmöglichkeiten sind südlich und westlich des Bahnhofs. Moy meint, dass dies vorerst ausreicht. Man sollte aber die Entwicklung beobachten. Wenn die Stadt fahrradfreundlicher werde, würden auch immer mehr Bahnfahrer mit dem Rad zum Bahnhof kommen.

Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge hat Moy schon jetzt. Der Raum zwischen den Fahrradständern sollte ebenfalls überdacht sein. Und für teure Fahrräder sollte es Schließfächer geben, die gegen Gebühr genutzt werden können. Auch eine Ladestation für Batterien sei sinnvoll. Von der Stadtverwaltung kam auf Nachfrage nach Problemen die Auskunft: „Bisher haben wir keine Beschwerden bekommen.“ Die bisherigen Benutzer seien also offensichtlich zufrieden mit der neuen Anlage.

Dieter Schleiermacher vertritt als Vorstandsmitglied des Kreisverbands des „Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club“ (ADFC) 381 Vereinsmitglieder im Landkreis Weilheim-Schongau. Wie Moy sieht auch er in der neuen Abstellanlage einen großen Fortschritt. Er bemängelt lediglich den etwas zu geringen Seitenabstand. Die Lenker könnten sich verhaken, wenn sie besonders breit sind. Außerdem seien die Schienen zu eng für Fahrräder mit breiten Reifen. Was die Fahrradfreundlichkeit von Weilheim insgesamt angeht, bemängelt Schleiermacher, dass zwar „viel geredet, aber wenig gemacht“ werde. Text: Alfred Schubert

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