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Mitstreiter gesucht

Weilheim auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“

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Weilheim - Seeshaupt ist schon „Fairtrade-Town“, nun folgt Weilheim. Der Stadtrat fasste den ersten Beschluss, nun werden Teilnehmer für die Aktion gesucht.

Weilheim ist auf dem besten Weg zur „Fairtrade-Town“, also zu einer Stadt, in der Produkte gehandelt und verwendet werden, die sozial wie ökologisch verträglich produziert wurden. Sobald alle Kriterien erfüllt sind, wird die Stadtverwaltung auf Wunsch des Stadtrates (gegen eine Stimme) einen Aufnahmeantrag stellen. In dessen Oktobersitzung zeigte sich, dass viele Dinge, die Voraussetzung für den Titel sind, eigentlich schon vorhanden sind. Was fehlt, sind noch eine Schule/Verein und eine weitere Organisation, die sich der Aktion anschließen. „Das soll uns schon eine Herzensangelegenheit sein“, sagte Grünen-Stadtrat Karl-Heinz Grehl, „da steckt eine Verpflichtung dahinter“. Petra Arneth-Mangano (SPD) forderte, die „Bevölkerung mitzunehmen“.

Der Anstoß zum Mitmachen bei der „Fairtrade-Town-Kampagne“ kam im April dieses Jahres von der Fraktion der Freien Wähler (FW). In der Sitzung des Bauausschusses im Mai – dieser Ausschuss ist auch für Umweltfragen zuständig – wurde das Thema dann zurückgestellt, da zu viele Fragen offen waren. Unter anderem die, ob es überhaupt ein spezielles Marketing für fair gehandelte Produkte brauche.

Vom Blumenladen bis zum Discounter

Zudem sollten der Arbeitskreis „Eine Welt“ der „Agenda 21“ eingeschaltet und Erfahrungsberichte bei Städten und Gemeinden eingeholt werden, die bereits als „Fairtrade-Towns“ fungieren.

In der Oktobersitzuung stellte die Stadtverwaltung Geschäfte vor, die bereits fair gehandelte Produkte anbieten. Es sind dies:

„Biomichl“, Blumen „Hentschke“, „Blumen am Pöltner Tor“, „Eine-Welt-Laden“, „Hofpfisterei“, „Müller Markt“, „Weinladen Instinsky“ und „Zauberberg“. Dazu kommen „Aldi“, „Edeka“, „Lidl“, „Rewe“, „Norma“ und „Tengelmann“ sowie die Gastronomie von „Zauberberg“ und „Biomichl“. Wobei diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, heißt es dazu in den Unterlagen für die Stadträte.

Anfragen in Bad Tölz, Murnau und Landsberg haben laut Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Weilheimer Rathaus, unterschiedliche Ansätze ergeben. Während in Murnau „vieles über die Gemeindeverwaltung selbst abgewickelt wird“, würden in Bad Tölz und Landsberg die Verwaltungen kaum in Anspruch genommen, dort werde die meiste Arbeit von ehrenamtlichen Organisationen, die mit der lokalen „Agenda 21“ vergleichbar seien, erledigt.

Um den Titel „Fairtrade-Town“ zu erhalten, der zwei Jahre lang gilt, müssen fünf Kriterien erfüllt sein, wovon der Stadtratsbeschluss einer ist. Als nächstes muss eine lokale Steuerungsgruppe gebildet werden, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht laut Vorgaben der Kampagne aus mindestens drei Personen aus den Bereichen „Zivilgesellschaft“, „Politik“ und „Wirtschaft“. Das Koordinierungsteam der „Agenda 21“ wird sich in seiner Novembersitzung damit befassen. Zudem müssen (bei rund 22 000 Einwohnern) mindestens fünf Geschäfte faire Produkte anbieten und öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen solche auch verwenden. Darüber hinaus muss die Aktion öffentlichkeitswirksam begleitet werden.

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