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Auf den Wiesen rund um das Pfarrheim an der Römerstraße sollen Wohnungen entstehen.

Wohnbau

„Genau die Wohnungen, die wir brauchen“ - leicht abgespeckte Variante mit 47 Wohnungen in Weilheim

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Leicht abgespeckte Varianten für die geplanten Neubauten auf den Wiesen rund um das Pfarrheim an der Römerstraße wurden jetzt im Weilheimer Bauausschuss vorgestellt: Vier zusätzliche Wohnblöcke mit insgesamt etwa 47 Wohnungen kann sich das Gremium dort vorstellen. In der nächsten Stadtratssitzung wird der Rahmen für das Projekt abgesteckt.

Weilheim Die Nachverdichtung mit Wohnungen für Menschen mit eher kleinem Geldbeutel kommt der Stadt im Grunde wie gerufen. „Wir müssen dem Ulrichswerk schon dankbar sein für diese Planung“, sagte Bürgermeister Markus Loth (BfW) im Bauausschuss. Das Wohnungsunternehmen der Diözese Augsburg will auf dem kirchlichen Areal zwischen Römerstraße und Hardtschule ausschließlich sozial gebundenen Wohnraum zur Vermietung schaffen: Sozialwohnungen sowie vergünstigte Wohnungen, die einkommensabhängig vergeben werden. „Das sind genau die Wohnungen, die wir dringend brauchen und die immer wieder gefordert werden“, so Loth.

Wohnungsbau in Weilheim auf kirchlichem Areal: etwas reduzierte Variante

Eine gegenüber dem ersten Vorschlag(wir berichteten) etwas reduzierte Variante des Gesamtprojekts konnten in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung letztlich alle mittragen. Demnach würden vier Wohnblöcke entstehen: drei dreistöckige direkt an der Römerstraße beziehungsweise Hardtkapellenstraße – und ein vierstöckiger in der Mitte des Areals. Das Pfarrheim „Haus der Begegnung“ wird in diesem Zuge etwas verkleinert. So würden insgesamt etwa 47 Wohneinheiten geschaffen, von Ein- bis Fünfzimmer-Wohnungen. Für das gesamte Quartier ist eine zentrale Tiefgarage geplant, auch oberirdische Autostellplätze wird es geben. Der Parkplatz für Pfarrheim-Nutzer rückt wohl an die Ecke Römerstraße/Andreas-Schmidtner-Straße.

Wohnungsbau in Weilheim auf kirchlichem Areal: Startschuss in Stadtratssitzung

Die Planer müssten nun noch einige „Optimierungen“ einarbeiten, wie es hieß. Doch voraussichtlich fällt schon in der Stadtratssitzung am 21. November (ab 19 Uhr im Rathaus) der Startschuss für die Aufstellung des Bebauungsplans. Darin soll auch festgeschrieben werden, dass die acht großen Alleebäume, die entlang der Römerstraße auf dem künftigen Baugrund stehen, zu erhalten sind. „Die Bäume im Inneren werden dagegen nicht zu halten sein“, sagte Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus.

Wohnungsbau auf kirchlichem Areal: Kritik trotz leichter Reduzierung

Trotz leichter Reduzierung gab es an der geplanten Bebauungsdichte erneut Kritik, insbesondere seitens der CSU: „Von den Grünflächen bleibt nichts mehr übrig“, monierte etwa Klaus Gast, und um die Blöcke herum bleibe „kein Platz mehr für soziales Leben“. Deshalb solle auf den Wohnblock in der Mitte verzichtet werden, eher könnten die Neubauten an der Straße ein Stockwerk mehr haben. Das wiederum hält Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt angesichts der kleinteiligen Bebauung in der Nachbarschaft für falsch. Und weitere Abstriche bei der Zahl der Wohneinheiten lehnten die meisten Ausschussmitglieder klar ab: „Wir brauchen diese Wohnungen“, betonte BfW-Sprecherin Brigitte Holeczek und verwies darauf, dass auf dem nahen Bolzplatz an der Hardtkapellenstraße viel Platz zum Toben sei. Auch Michael Lorbacher (SPD) ist „vehement dagegen, einen Block entfallen zu lassen“.

So votierte der Ausschuss am Ende einstimmig für die beschriebene Variante mit vier neuen Wohnblöcken. Roppelt versicherte, dass auch damit im Inneren „noch genug Platz für qualitätsvolle Grünflächen und einen Spielplatz“ bleibe: „Das kann ansprechend gestaltet werden.“

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Und: Wie viel Wohnbau verträgt Weilheim?

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