Weilheimer Christkindlmarkt

Es gibt wieder Hochprozentiges – auf Probe

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Weilheim - Der Weilheimer Stadtrat entschied sich dazu, dass es wieder Glühwein mit Schuss auf dem Weilheimer Christkindlmarkt gibt. Allerdings vorerst auf Probe.

Weilheim – Wenn sich die Weilheimer Anfang Dezember auf dem Christkindlmarkt auf die stade Zeit einstimmen, dann dürfen sie das auch wieder mit „Glühwein mit Schuss“. Der Hauptausschuss des Stadtrates hob in seiner Sitzung am Mittwochabend mit einer Gegenstimme – diese kam von SPD-Stadtrat Ingo Remesch – das 2012 erlassene generelle Verbot des Ausschanks von Hochprozentigem wieder auf, das auch für Erwachsene galt. Eine Einschränkung machten die Stadträte aber auf Initiative von CSU-Stadträtin Uta Orawetz. Die Freigabe erfolgt für dieses Jahr auf Probe. Sollten wieder vermehrt betrunkene Jugendliche auffallen, soll erneut über das Verbot beraten werden. Heuer soll es zudem Kontrollen geben, ob wirklich nur Erwachsene Glühwein mit Schuss erhalten.

Ingo Remesch nannte die Aufhebung des Verbots  „fatal“.   

Der Anstoß zu der Debatte kam von der Marinekameradschaft Weilheim. Der Verein, der zusammen mit Mitgliedern der Besatzung des Patenboots „Weilheim“ auf dem Christkindlmarkt seit Jahren einen eigenen Stand betreibt, hatte in seinem Antrag mehrere Gründe gegen das Verbot vorgebracht. Zum einen sei es sehr umstritten bei Erwachsenen, zum anderen werde das Angebot an den Ständen dadurch stark eingeschränkt, denn die Vereine könnten, anders als die beiden gewerblichen Stände „Trollmann“ und „Intermezzo“, kaum Alternativen wie Kaffee oder Pils anbieten. Viele Besucher gingen deswegen zu den gewerblichen Ständen. Nach Ansicht der Marinekameradschaft seien die Erwachsenen mündige Bürger, die selbst entscheiden sollten, ob sie Hochprozentiges trinken wollen.

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Den „mündigen Erwachsenen“ führten auch die Stadträte ins Feld, die den Antrag der Marinekameradschaft befürworteten. Das waren alle, alle bis auf SPD-Stadtrat Ingo Remesch. „Wir haben uns mit dem Verbot auch für Erwachsene weit aus dem Fenster gelehnt“, wenn das jetzt zurückgenommen werde, „ist das fatal“, sagte er.

Vor der Entscheidung gab es von allen Fraktionen viel Lob für die Aktionen des Gesundheitsamtes gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. „No alc for kids“ und die Schulungen hätten große Bedeutung, hieß es.

Rubriklistenbild: © dpa

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