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Einblicke in den neuen Operationsbereich im Weilheimer Krankenhaus beim „Tag der offenen Tür“. 

Weilheimer Krankenhaus 

Große Neugier aufs neue Krankenhaus - Besucherströme beim „Tag der offenen Tür“

Großer Andrang herrschte am Samstag im Weilheimer Krankenhaus beim „Tag der offenen Tür“. Besonders der neue Operationsbereich lockte viele Besucher an. 

Weilheim – Der Schwerpunkt des Interesses lag auf dem neuen – in hellblau gehaltenen – Operationsbereich. In den drei identisch ausgestatteten Sälen und den Nebenräumen erklärten die Mediziner ihre Arbeit – von der Narkose über die eigentliche Operation bis zum Aufwachen.

Zudem erhielten die Besucher Informationen über Endoskopie, Akut-Geriatrie, Physiotherapie, Krankenhaus-Seelsorge und andere Gesundheitsthemen. Am Stand der AOK konnten die Gäste ihre Reaktionsgeschwindigkeit testen, und in der Industrieausstellung im ersten Stock war das Ersatzteillager zu sehen: Schrauben, Schienen und künstliche Gelenke.

Blick in die Herzkammer des Krankenhauses: Weitere Details über den neuen OP-Bereich erfahren Sie in diesem Artikel.

Auch für technisch interessierte Besucher war viel geboten

Landrätin Andrea Jochner-Weiß war überrascht vom Andrang: „Ich habe schon vermutet, dass viele Leute kommen, aber mit so vielen habe ich nicht gerechnet.“ Dies habe wohl daran gelegen, dass es hier „ein Krankenhaus zum Anfassen“ gab, und dass so viele Mitarbeiter des Hauses mitgemacht haben. Auch für technisch interessierte Besucher war etwas geboten. Lothar Ragaller, der technische Leiter der Krankenhaus-Gesellschaft, führte kleine Gruppen in die Tiefen unter dem Nordflügel, wo sich die Energiezentrale befindet. Neben einem Blockheizkraftwerk, das schon früher zur Energieeinsparung eingebaut wurde, steht hier ein Notstromaggregat. Mit diesem wird sichergestellt, dass das Krankenhaus auch bei einem Stromausfall voll funktionsfähig bleibt.

Die verschiedenen medizinischen Instrumente stießen auf großes Interesse bei den Gästen.

Bei Klaus Fenzl, der für die Ausbildung zuständig ist, haben sich zwei Jugendliche für eine Ausbildung am Krankenhaus interessiert. Dies sei nicht viel, sagte Fenzl. liege aber wohl an der Zielsetzung des Tags der offenen Tür. Es sollten das Krankenhaus und seine Leistungen gezeigt werden. Entsprechend seien die Besucher vor allem mittleren und höhreren Alters gewesen.

Bauarbeiten laufen noch bis 2020 weiter

Als nächstes werden laut Geschäftsführer Lippmann die neuen Operationssäle in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten laufen aber noch bis 2020 weiter. Fertig wird aber nur der Umbau des Gebäudes, in den 50 Millionen Euro Steuergelder – je zur Hältfe über den Staat und den Landkreis abgerechnet – investiert werden. Ein Krankenhaus werde aber nie fertig, weil der Fortschritt immer weiter gehe, so Lippmann.

Bereits jetzt sei es so gut aufgestellt, dass Patienten „nicht nach Augsburg oder München“ gehen müssten. Wichtig für die Zukunft eines Krankenhauses sei aber auch, dass die Bürger es in Anspruch nehmen.

Von Alfred Schubert

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