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So könnte eine ortsnahe oder ortsferne West-Umfahrung Weilheims im Bereich des Naturfreundehauses verlaufen. In dessen Nähe würde die Ammer von der Straße gequert. Wegen des großen Bildwinkels ist diese Abbildung, die lediglich die Lage der untersuchten Trassen in der Landschaft verdeutlichen soll, perspektivisch leicht verzerrt. 

Weder im Osten noch im Westen

Nein zu „jeglicher Umfahrung“: Immer mehr Weilheimer protestieren

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Nicht nur Naturschützer gehen auf die Barrikaden: Immer mehr Weilheimer finden, dass keine der möglichen Trassen einer Weilheimer Umfahrung akzeptabel ist. 

Weilheim – „Protest in Ost und West“ heißt das Motto am kommenden Sonntag, 6. Mai, am Weilheimer Naturfreundehaus. Nachdem sich vor vier Wochen rund 500 Bürger am Gögerl über die Auswirkungen einer möglichen Ost-Umfahrung informiert haben, nimmt die Bürgerinitiative „Heimat 2030“ mit der Veranstaltung am Naturfreundehaus nun eine mögliche West-Umfahrung in den Blick. „Zugleich soll demonstriert werden“, so heißt es in der Einladung, „dass keine der Umfahrungsvarianten akzeptabel ist – weder im Westen noch im Osten. Alle Weilheimer sind eingeladen, durch ihre Teilnahme in diesem Sinne ein Zeichen zu setzen.“

Die Bürgerinitiative setzt sich „gegen jegliche Umfahrung in Ost und West“ ein, steht „einem innerstädtischen Tunnel und anderen sinnvollen Alternativen“ aber offen gegenüber. Am Naturfreundehaus werden am 6. Mai ab 10.30 Uhr Vertreter verschiedener Naturschutzverbände die drohenden Auswirkungen einer Umfahrung erläutern; zudem können sich die Teilnehmer von der Lage der möglichen West-Umfahrungstrassen vor Ort ein Bild machen. Die Abschlussveranstaltung findet wieder am Naturfreundehaus statt, wo auch der Biergarten geöffnet ist; für Musik sorgen dort bis etwa 15 Uhr „Floque & Friends“.

Wo und wie eine mögliche Trasse einer Ostumfahrung von Weilheim verlaufen könnte und welche Argumente laut den Gegnern dagegensprechen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Bürgerinitiative lehnt Umfahrung sowohl im Osten als auch im Westen ab - aus diesen Gründen

Wie berichtet, hat das Staatliche Bauamt im März sechs mögliche Korridore (vier im Westen, zwei im Osten) für eine Umfahrung sowie zwei Tunnelkorridore vorgestellt, die derzeit geprüft werden. Ende 2018 soll eine Vorzugsvariante feststehen. Alle vier untersuchten Westvarianten „queren im Bereich des Naturfreundehauses die Ammer und ein FFH-Gebiet“, betont „Heimat 2030“.

Die Bürgerinitiative lehnt sowohl im Osten als auch im Westen eine Umfahrung ab, denn diese wäre „mit hohem Flächenverbrauch und Naturzerstörung verbunden, würde Naherholungsgebiete zerschneiden, landwirtschaftliche Existenzen bedrohen, in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten und geplanten Schulen verlaufen und die weitere Entwicklung der Stadt gefährden“, wie es in der Einladung zur Demonstration am Sonntag heißt. Zudem würde eine Umfahrung den Aktiven zufolge „nur geringe Entlastung bringen“. Denn laut jüngster Verkehrsuntersuchung entfallen nur zwölf Prozent aller Autofahrten in Weilheim auf den Durchgangsverkehr.

Nähere Informationen auf der Website der Bürgerinitiative.

Von Magnus Reitinger

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