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Sprachen auf dem Podium: (v.l.) Wolfgang Sartory, Horst Martin, Maria Hagenauer (Rechtsanwältin des Vereins), Christian Lex und Markus Kleinen.

Podiumsdiskussion zu bezahlbarem Wohnraum

Immobilienpreise steigen weiter – Schmerzgrenze erreicht

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Die Immobilienpreise kennen weiterhin nur den Weg nach oben, das gilt auch für die Mitgliederzahlen des Haus- und Grundbesitzervereins Weilheim. Das wurde bei der Hauptversammlung in der Stadthalle deutlich, die mit rund 300 Besuchern erneut sehr gut gefüllt war.

Weilheim – „Wir bewegen uns auf die 2000-Mitgliedermarke zu, das ist ein erfreulicher Zuwachs“, sagte Geschäftsführer Christian Lex in seinem Rechenschaftsbericht. Beratungsschwerpunkt im vergangenen Jahr war bei ihm die Mietpreisbremse. 

„Die hat in Weilheim eher zu Mieterhöhungen geführt“, sagte Lex. Die verschärften Datenschutzrichtlinien waren dagegen kein so großes Problem. Kritik übte der Geschäftsführer am Mietpreisstopp in Berlin: „Staatliche Preisregulierung funktioniert nicht“, so Lex.

Bei Baugenehmigungen noch „Luft nach oben“

Die Entwicklung am Immobilienmarkt der Region zeigte Vereinschef Wolfgang Sartory auf. „In Weilheim und Penzberg liegen die Quadratmeterpreise für neu gebaute Wohnungen deutlich über 5000 Euro.“ Auch im westlichen Teil des Landkreises sind die Preise in den vergangenen acht Jahren um knapp 50 Prozent nach oben geschossen. Die Anzahl der Baugenehmigungen in der Region sind nach dem Hoch 2016 mit 964 aktuell rückläufig. Im laufenden Jahr dürften sie sich bei unter 700 einpendeln. „Da ist noch Luft nach oben“, so der Vereinschef.

Schmerzgrenze bei Preisen erreicht

Eine gewisse Schmerzgrenze bei den Preisen – Doppelhäuser in und um Weilheim kratzen an der Millionengrenze – sieht Sartory aber erreicht. Auch die sich abzeichnende Abkühlung der Konjunktur könnte sich leicht preismindernd auswirken. „Eine Entspannung wird es aber nur geben, wenn mehr gebaut wird“, lautete das Fazit Sartorys, der als Beispiel die Stadt Wien anführte. „Dort sind zwei Drittel der Wohnungen von der Stadt gebaut und sehr günstig vermietet“.

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Nach der schnellen Abwicklung der Beitragserhöhung, die Mitglieder segneten ohne Diskussion den Vorschlag von Sartory ab, von 40 auf 50 Euro zu gehen, referierte Lex über die neue Mieterschutzverordnung. „162 Städte und Gemeinde sind davon betroffen. Für München macht das Sinn. Spatzenhausen steht aber auch drin“, wunderte sich der Geschäftsführer.

Zweiter Bürgermeister findet klare Worte

Um bezahlbaren Wohnraum ging es in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Markus Kleinen, dem Geschäftsführer der Wohnbau Weilheim, und zweitem Bürgermeister Horst Martin. „Wir haben Neubaugebiete ausgewiesen. Das hat aber nicht das gebracht, was wir wollten. Es hat ein paar Familien reich gemacht und für einige Münchner Wohnraum geschaffen“, sprach Martin Klartext. 

Leerstandsmanagement, Nachverdichtung und sozialgerechte Bodennutzung seien für ihn Lösungsansätze, um Besserungen zu schaffen. Eine Notwendigkeit eines Mietspiegels sieht Martin aber nicht. „Wohnungsnot in Weilheim gibt es nicht, die gab es nach dem Krieg“, stellte Kleinen klar.

VON ROLAND HALMEL

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