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Eine Urkunde gab es für Weilheims Bürgermeister Markus Loth (l.) von Daniel Caspari. von „TransFair“

Stadt erhielt Urkunde

Weilheim ist  jetzt „Fairtrade-Town“

Zwischen dem Discounter „Aldi“ und dem Naturkostladen „Zauberberg“ in Weilheim liegen Welten. Doch einen Berührungspunkt haben sie: Beide verkaufen fair gehandelte Produkte. 

Weilheim Bayernweit ist Weilheim die Nummer 134, deutschlandweit die Nummer 525 der „Fairtrade-Towns“: Ein gutes Jahr nach dem Stadtratsbeschluss vom Oktober 2016, wonach Weilheim „Fairtrade-Town“ werden soll, übergab Daniel Caspari vom Verein „TransFair“ (Köln) in der Januar-Sitzung des Stadtrates die Urkunde an Bürgermeister Markus Loth. Die internationale Kampagne für einen fairen Handel sei dringend notwendig, „denn die Kleinbauern decken unseren Tisch“, so Caspari. Fairer Handel garantiere ihnen und auch den Arbeitern auf Plantagen, die nach den Prinzipien des fairen Handels wirtschaften, unter anderem stabile Mindestpreise, Sozialprämie, geregelte Arbeitsbedingungen und umweltschonenden Anbau.

Fairer Handel „ist kein Alleilmittel“, so Caspari, stärke aber die Position der rund 1,6 Millionen Produzenten, die in 74 Ländern an das Programm angeschlossen seien. Jeder Deutsche, so Caspari, gebe im Durchschnitt im Jahr 13 Euro für fair gehandelte Produkte aus, in der Schweiz seien es 69 Euro.

Angestoßen wurde das „Fairtrade-Town“-Projekt in Weilheim von der Stadtratsfraktion der Freien Wähler (FW). Nachdem der Stadtrat dem Antrag am 20. Oktober 2016 zugestimmt hatte, wurde eine so genannte Steuerungsgruppe gegründet. Sie bestand aus 2. Bürgermeister Horst Martin, FW-Stadträtin Romana Asam, Claudia Hanke, Anneliese Back und Ursula Resch. Sie konnte bisher 15 Einzelhandelsbetriebe, fünf Gastronomiebetriebe, eine Schule, zwei Vereine und eine Kirchengemeinde als Partner gewinnen..

Dieser Steuerungsgruppe galt in der Sitzung der besondere Dank von Bürgermeister Markus Loth und der Applaus des Stadtrates und der vielen Besucher der Stadtratssitzung. Einige Stadträte dankten aber auch den Freien Wählern, die den Anstoß gaben, sowie dem Arbeitskreis „Eine Welt“ der lokalen „Agenda 21“, der seit Jahren auf das Siegel hinarbeitet.

„Das Siegel allein macht es aber nicht“, stellte Dr. Claus Reindl, Sprecher der BfW, fest. Es müsse das Bewusstsein gestärkt werden. „Jeder muss einen Schritt machen“, sagte Marion Lunz-Schmieder, Sprecherin der CSU-Fraktion. Petra Arneth-Mangano (SPD) sagte, dass verstärkt bei den Schulen nachgefragt werden müsse, denn bislang seien nur die „Oberlandschulen“ mit im „Fairtrade“-Boot.

Auf die Frage von Karl-Heinz Grehl (Grüne), was Weilheim denn machen müsse, „damit wir auch ,Fairtrade-Town“ bleiben, sagte Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung, der die Weilheimer „Agenda 21“-Arbeit koordiniert: „Das wird alle zwei Jahre evaluiert. Im Wesentlichen wollen wir mehr Partner“. Das Pflänzchen sei gepflanzt, „nun müssen wir es wachsen lassen“.

gre

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