So könnten die neuen Turnhallen am Gymnasium von außen aussehen – gemäß dem Vorentwurf, der heuer im Ferienausschuss des Kreistags gezeigt wurde.
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So könnten die neuen Turnhallen am Gymnasium von außen aussehen – gemäß dem Vorentwurf, der heuer im Ferienausschuss des Kreistags gezeigt wurde.

Ersatzbau am Gymnasium

Weilheim: Klares Ja zum Turnhallen-Neubau

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Der geplante Turnhallen-Bau am Gymnasium Weilheim ist einen wichtigen Schritt weiter: Die Stadt hat dem offiziellen Bauantrag zugestimmt. Dabei kam auch die Frage nach einer Fußgänger-Unterführung unter der B 2 erneut aufs Tapet.

  • Weilheim braucht dringend neue Turnhallen, darüber ist man sich in der Stadt einig.
  • Eine Erweiterung bringt der Ersatzbau, den der Landkreis am Gymnasium plant.
  • Dem Bauantrag wurde nun zugestimmt.

Weilheim – Die Zustimmung war einmütig, und sie war im Grunde nur Formsache, als der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in seiner November-Sitzung über den Bauantrag des Landkreises in Sachen „Ersatzneubau der Turnhallen und Sanierung der Pausenhallen am Gymnasium Weilheim“ zu befinden hatte. Schließlich ist die Stadt heilfroh über das Projekt, das nicht nur für den Schulsport wichtig ist, sondern zugleich den viel beklagten Mangel an Sporthallen in Weilheim lindern soll. Und sie ist sogar finanziell mit im Boot. Auf etwa 13 Millionen Euro werden die Gesamtkosten geschätzt, davon soll der Landkreis 11,7 und die Stadt 1,3 Millionen tragen – wobei mit staatlichen Zuschüssen zu rechnen ist.

Unten eine Einfach-, oben eine Zweifachhalle

Nach Abbruch des jetzigen, deutlich in die Jahre gekommenen und teils maroden Turnhallen-Baus an der Alpenstraße, so hieß es in der Sitzung, soll dort ein knapp 34 auf 37 Meter großer Ersatzneubau errichtet werden, direkt mit der Schule verbunden. Im Unter- und Erdgeschoss ist eine Einfachturnhalle vorgesehen, darüber eine ballsporttaugliche Zweifachhalle, jeweils mit den erforderlichen Nebenräumen.

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Von der B 2 aus gesehen, so das Stadtbauamt, trete nur die obere Halle mit rund zwölf Metern Höhe in Erscheinung. Sie wird übers Dach belichtet, die Fassade ist komplett geschlossen. Insgesamt sei das Turnhallengebäude etwas niedriger als der dreigeschossige Zentralbau des Gymnasiums. „Das wird kein Fremdkörper sein“, fasste Stadtbauamts-Mitarbeiter Stefan Kirchmayer zusammen: Der Neubau werde sich gut in die umgebende Bebauung einfügen.

„Extrem hässlich anzuschauen“

„Die Halle ist lange überfällig“, sagte SPD-Vertreter Horst Martin im Bauausschuss, deshalb stimme er der Planung selbstverständlich zu. „Aber die Fassade gefällt mir überhaupt nicht, das ist von drei Seiten extrem hässlich anzuschauen“, fügte Martin an – und forderte „das, was sonst das Landratsamt immer fordert“: eine Fassadenbegrünung. Das wurde einstimmig in den Beschluss mit aufgenommen.

Zugangssituation zum Gymnasium wird enger

Ein „Knackpunkt“ der Planung ist laut Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer, dass die südliche Zugangssituation zum Gymnasium durch den Neubau deutlich enger wird. Aber durch eine andere Situierung der Fahrrad-Abstellplätze werde die Situation wieder entzerrt. Radler würden dann teilweise weiter südlich, also näher am Amtsgericht, das Schulgelände verlassen.

Ausschussmitglied Klaus Gast erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung, in diesem Bereich eine Fußgängerunterführung unter der B 2 zu realisieren. „Das würde viel Stress rausnehmen“, ist sich der CSU-Vertreter sicher. Roppelt-Sommer sagte, Landratsamt und Staatliches Bauamt würden diese Möglichkeit derzeit prüfen.

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