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Wegen des globalen Klimastreiks kamen auf dem Weilheimer Kirchplatz viele junge und ältere Demonstranten zusammen. Gemeinsam zogen sie durch die Innenstadt.
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„Zeig der Politik die Rote Klimakarte“ heißt es bei dieser jungen Dame gleich doppelt.
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Mit Leidenschaft steht diese Frau mit ihrem Schild für „Nachhaltigkeit“.
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Alles ging friedlich über die Bühne

Klimademo: Rote Karte für Klimapolitik

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Bei der bisher größten Klimademo in Weilheim sind gestern über 1700 Klima-Aktivisten auf die Straße gegangen. Die junge „Friday for Future“-Generation demonstrierte gemeinsam mit den „Parents for Future“. Nicht allen gefiel das.

Weilheim – Die Sonne scheint, aber ein kühler Wind weht über den Kirchplatz in Weilheim. Viele Klima-Aktivisten haben sich dort versammelt, um gemeinsam durch die Innenstadt zu ziehen und zu demonstrieren. 

Immer mehr Gruppen, Familien und Einzelpersonen finden sich vor der Kirche ein. Über 1700 sind es letztendlich – mehr als bei den ersten beiden Demos zusammen, sagt einer der Organisatoren der Weil-heimer „Fridays for Future“-Organisation, Jan Spiegler.

Zusammenarbeit mit „Parents for future“

Er kommt auf die Bühne, die auf dem Kirchplatz steht, begrüßt die Menschenmenge und bedankt sich bei den „Parents for Future“, die bei der Planung und Umsetzung der Demo beteiligt waren. Auch das Programm für die anstehende Klimawoche wurde gemeinsam gestaltet. Tosender Applaus kommt aus der Menge vor ihm. Alle freuen sich auf den Tag und die kommende Aktionswoche.

Vor dem Demonstrationszug kommen noch andere auf der Bühne zu Wort. Zum Beispiel der Grünen-Landtagsabgeordnete Andreas Krahl. „Dass alle gemeinsam auf die Straße gehen, haben wir einer Frau zu verdanken. Sie hat sich Gedanken gemacht und hat sich stark gemacht“, befeuert er die Menge und bezieht sich auf die Aktivistin Greta Thunberg. Wieder applaudieren alle.

Mehr zum Thema: 420 demonstrieren für die „Klimawahl“ - Schüler nehmen verschärfte Verweise in Kauf

Von der Bühne aus sind viele Schilder aus Pappe und Plakate aus Stoff zu sehen. Auf allen ist in etwa das gleiche zu lesen: Es gebe keinen zweiten Planeten, also müsse die Erde gerettet werden. Das fordern die anwesenden Klimaschützer auch mit ihren Rufen. „What do we want?“ fragt Jan Spiegler. Die Antwort hallt laut zurück: „Climate-Justice“.

Dann tritt der Musiker Daniel Aubeck auf. Er spielt auf seiner Gitarre und singt von „USA for Africa“ den Song „We are the world“. Er erzeugt damit eine ruhige und harmonische Stimmung. Viele Familien – teilweise sogar mit Kinderwagen – sind nach Weilheim gekommen, um gemeinsam für eine bessere Welt zu demonstrieren.

Polizei hat B 2 kurzzeitig gesperrt 

Dann geht es los: Der Pulk setzt sich in Bewegung und marschiert vom Kirchplatz in Richtung Rathaus. Dort hat die Polizei die B 2 kurzzeitig gesperrt. Einem Fahrer dauert es zu lange, bis die Demonstranten weg sind, er dreht um und fährt mit quietschenden Reifen in die andere Richtung weg. Viele Passanten bleiben stehen und schauen interessiert zu, wie die Menge weitermarschiert. Auch aus den Fenstern der Häuser schaut hie und da ein Kopf raus.

Nicht alle sind von der „Friday for Future“-Bewegung begeistert. Das lassen sich auch ein paar Jungs auf dem Sportgelände anmerken: Als die Klimaschützer vorbeiziehen, schreien sie „Freibier for future!“. Auf die Frage, was genau sie stört, sagen sie: „Die feiern jetzt danach alle wieder und lassen ihren Müll liegen.“ 

Demo ging friedlich über die Bühne 

Auch der vorausfahrende VW-Bus der Demonstranten stört die Buben wegen des CO2-Ausstoßes. Einer sieht das aber anders, er sagt: „Um das Auto geht es nicht. Es geht darum, dass über 1000 Menschen heute in Weilheim auf der Straße sind.“ Die Demo ging trotz der vielen Teilnehmer friedlich über die Bühne.

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