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Für ein friedliches Festival: Christian Botsch (r.), Polizeichef Harald Bauer (2.v.r.) und Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder (3.v.r.) mit einem Teil des Teams, das fleißig am Aufbauen für das „Komod-Festival“ ist. 

„Festival tut Weilheim gut“ 

„Komod“ feiern – mit verstärkten Kontrollen: Zweite Auflage des Festivals an der Ammer 

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Von 1. bis 4. August, wird beim „Komod-Festival“ an der Ammer gefeiert – und das in Einklang mit der Natur, betonen die Veranstalter. Ordnungsamt und Polizei werden verstärkt Präsenz zeigen.

Weilheim – Viel Grün, bunte Lichter, vegetarisches und veganes Essen und verschiedenste Musik: Am Konzept des „Komod-Festivals“ haben Christian Botsch und sein Team wenig geändert. „Was neu ist, ist, dass das Festival schon am Donnerstag beginnt. Statt drei Tagen gibt es vier Tage ,Komod’“, so Botsch, „gerade für Besucher, die von außerhalb anreisen, ist der erste Tag zum Ankommen gedacht. Es wird ein ruhiges und gemütliches Programm geben.“

In der grünen Natur zwischen Ammer und Tiefenbach nahe dem Naturfreundehaus ist der Aufbau in voller Gange. Drei Wochen dauere es, bis alle Bühnen gezimmert, alle Lichter und Hängematten aufgehängt und alle Stände aufgestellt sind. Das Organisations-Team bestehe aus etwa 20 Leuten, die zum größten Teil aus Weilheim und der Region stammen, erklärt Botsch. „Einige haben sich unbezahlten Urlaub genommen“, sagt er. An den Festival-Tagen mit Musik, Kunst und Workshops von 1. bis 4. August werden insgesamt etwa 250 ehrenamtliche Helfer im Einsatz sein.

Live-Bands am Donnerstag - DJs am Freitag

Während am Donnerstag verschiedene Live-Bands auf den kleinen, kunstvoll gestalteten Bühnen mit Namen wie „Tigergehege“ oder „Eulennest“ stehen werden, legen am Freitag und Samstag vorwiegend DJs Elektro, Dubsteb und Dancehall auf. Wie auch schon im vergangenen Jahr, ist am Sonntag „Kultur-Familientag“: „Für Kinder gibt es wirklich tolle Angebote, wie zum Beispiel ein Impro-Theater“, sagt Botsch.

Besonders ist am Konzept der zweiten „Komod“-Auflage allerdings, dass eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Ordnungsamt und Polizei erfolgen soll. Nachdem 2018 zahlreiche Beschwerden aufgrund der basslastigen Musik eingingen, wollen die Organisatoren vorsorgen. Überschritten worden seien die Dezibel-Grenzwerte im vergangenen Jahr zwar nicht. Dennoch wird die Musik nun von erlaubten 99 Dezibel auf 95 Dezibel gesenkt, erklärt Botsch. In Absprache mit der Stadt sei auch vereinbart worden, dass das Ordnungsamt die Wohngebiete in nächster Nähe während des Festivals kontrolliere.

Beschwerden über Lärm werden ernst genommen

„Zusammen mit der Emissionsschutzbehörde werden wir Kontrollen in den Wohngebieten durchführen“, bestätigt Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder, „sollten Grenzwerte überschritten werden, werden die Anlagen runtergedreht.“ Er betont, dass man die Beschwerden ernst nehme. Auch an den Bühnen sollen permanente Schallpegelmessungen durchgeführt werden. „Im Hauptausschuss wurde allerdings einstimmig beschlossen, dass das Festival wieder durchgeführt wird. Für junge Leute ist in Weilheim sowieso wenig geboten“, sagt Wunder. Die Weilheimer Polizei wird auf dem „Komod-Festival“ ebenfalls Präsenz zeigen. „Wir werden mit zivilen und uniformierten Kräften vor Ort sein“, sagt Polizeichef Harald Bauer. Im letzten Jahr sei das Festival jedoch eine „komplett friedliche Veranstaltung“ gewesen.

„Wir wollen auch als Veranstalter auf der sicherer Seite sein und werden uns auch in diesem Jahr an alle Regeln halten“, sagt Botsch. Er bitte jedoch auch um Verständnis. „Wir möchten ein friedliches Fest feiern und verschiedenste kulturellen Angebote anbieten. Das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt sind sehr ausgeprägt“, sagt er, „wir glauben, dass so ein Festival Weilheim gut tut.“

Das „Komod-Festival“

findet von 1. bis 4. August statt. Tagestickets gibt es auf der Website noch für Donnerstag und Sonntag. Für Freitag und Samstag ist der Vorverkauf bereits beendet. An den jeweiligen Tageskassen (geöffnet ab 13 Uhr) wird es noch ein begrenztes Kontingent geben. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

nema

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