Lichtkunst in Weilheims Mitte (wie hier eine Installation von Philipp Geist im Oktober 2018 auf dem Marienplatz) könnte künftig eine Alternative zum Silvesterfeuerwerk sein.
+
Lichtkunst in Weilheims Mitte (wie hier eine Installation von Philipp Geist im Oktober 2018 auf dem Marienplatz) könnte künftig eine Alternative zum Silvesterfeuerwerk sein.

Antrag von „Weilheim Miteinander“

Lichtkunst und Musik statt Silvester-Feuerwerk

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
    schließen

„Weilheim Miteinander“ fordert, ab 2021 mit „Silvester in der Altstadt“ eine Alternative zum Feuerwerk zu bieten.

Weilheim – Als Stadtratsmitglied Ullrich Klinkicht seinen Antrag eingereicht hat, hoffte er noch, schon zum kommenden Jahreswechsel könnte es in Weilheim weniger dicke Luft geben als gewohnt. Doch auch hier macht wieder mal die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Die Corona-Lage – so die Erklärung der Stadtverwaltung – ist schuld daran, dass der Antrag des „Weilheim Miteinander“-Vertreters nun erst im November statt schon im Juli besprochen wurde. Und: Das Virus lässt dem Anliegen heuer ohnehin keine Chance.

Klinkicht regt an, als Alternative zum wegen Feinstaub in Verruf geratenen Silvesterfeuerwerk künftig ein Kultur-Event unter dem Motto „Silvester in der Altstadt“ anzubieten. Auf dem Marienplatz, bei Bedarf auch am Kirchplatz oder Am Riss, solle „mit Licht- und Soundeffekten und eventuell auch Livemusik eine reizvolle Atmosphäre geschaffen werden“ – auf dass möglichst viele auf private Knallerei verzichten. „Wir sollten ein bisschen wegkommen von Zisch-Knall-Bumm“, erklärte Klinkicht am Mittwoch im Hauptausschuss des Stadtrates. In seinem Antrag verweist er auf Befunde des Umweltbundesamtes zu den vielen „negativen Seiten der Pyrotechnik“.

Lichtkünstler Philipp Geist und „örtliche Firmen der Veranstaltungsbranche“ hätten in ersten Gesprächen bereits positiv auf den Vorschlag reagiert. Auch Weilheimer Musiker, Chöre und Theatergruppen sowie Schulen wären einzubeziehen, so Klinkicht. Finanzieller Grundstock könnten die 24 000 Euro sein, die sich die Stadt heuer wegen des ausgefallenen Volksfestes (Seniorennachmittag) sparte.

Dass eine solche Veranstaltung heuer „komplett ausgeschlossen ist“, wie Standortförderer Stefan Frenzl sagte, das war dem Ausschuss klar. Doch „es werden wieder andere Zeiten kommen“, so Klinkicht. Karl-Heinz Grehl (Grüne) betonte, so etwas solle ein Veranstalter und nicht die Stadt durchführen – während Petra Arneth-Mangano (SPD) befand, das Rathaus sollte sich sehr wohl daran beteiligen. Die Entscheidung über den Antrag wurde einstimmig vertagt. Man wolle über die Sache nachdenken, so der Tenor, „wir haben ja jetzt Zeit“.  

Lesen Sie hier Neues über Weilheims berühmteste Band

Auch interessant

Kommentare