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Auf dem Gelände des Gmünder Hofes soll ein mobiler Kindergarten entstehen.

Bis zur Umsetzung dauert es allerdings

Mobiler Kindergarten am Gmünder Hof

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Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Weilheim ist groß. Eine Entlastung brächte ein Plan der „Brücke Oberland“: eine mobile Unterkunft am Gmünder Hof. 

Weilheim – In Weilheim herrscht ein Betreuungs-Notstand für den Nachwuchs. Die Kita-Plätze reichen nicht aus. 140 Kinder stehen auf der Warteliste ab Herbst – je die Hälfte für den Kindergarten und die Kinderkrippe. So war es im Mai im Stadtrat von der Verwaltung zu hören. Im Rathaus prüft man, wie private und städtische Gebäude für weitere Plätze genutzt werden können. Ein Verein tritt jetzt auf den Plan: Die „Brücke Oberland“ möchte auf dem Areal des Sozialprojekts Gmünder Hof eine Kinderbetreuungs-Einrichtung bauen – als mobile Anlage oder gegebenenfalls mit stationären Gebäuden, wie es im Bauausschuss hieß. Das Gremium sah das Vorhaben grundsätzlich wohlwollend und stimmte dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans einstimmig zu.

Mit dem Hof-Projekt an der B 2 südlich der Stadt baut der Verein eine „Soziale Landwirtschaft“ auf. Gefördert werden dort benachteiligte Kinder, Jugendliche und Familien aus dem Oberland. In der Kinderbetreuungs-Einrichtung sind zwei Gruppen vorgesehen, wie der kaufmännische Geschäftsführer Michael Reinfelder auf Nachfrage sagt. Das Alter der Teilnehmer ist zwar noch offen gehalten, aber „es wird eher ein Kindergarten sein“. Angedacht sei eine mobile Lösung mit Modulen oder Bauwägen. Vorteil: Sollte der Bedarf in der Kreisstadt wieder abebben, könnte die Anlage problemlos wieder abgebaut werden. Bis der Betrieb läuft, dauert es allerdings. Reinfelder rechnet damit, dass der Start erst im Jahr 2020 sein wird – schließlich müsse dafür erst die Infrastruktur geschaffen werden.

Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt: Kein „Schreckgespenst Bauwagen“

Die Anlage soll in einer nördlichen Ecke des Gmünder Hofes entstehen. Dort befindet sich eine Streuobstwiese. Der Aushub würde als Lärmschutz zur benachbarten Bundesstraße genutzt und die Bäume würden nachgepflanzt, wie Stefan Kirchmayer von der Bauverwaltung in der Ausschusssitzung erklärte. Erschlossen werden könnte der Standort von der B 2 und zum Ausfahren nach Polling hinaus. Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt wollte das „Schreckgespenst Bauwagen“ nicht an die Wand malen, die Module hätten mittlerweile „richtig Qualität“.

Grundsätzlich fiel das Vorhaben im Gremium auf fruchtbaren Boden. Für Brigitte Holeczek (BfW) würde das Projekt gut zum Konzept des Gmünder Hofes passen. Allerdings wäre sie nicht glücklich mit einer stationären Lösung, wie Holeczek mit Verweis auf die städtischen Kita-Pläne erklärte. Ein Einwand, den auch Fraktionskollege Claus Reindl vorbrachte: „Wir sollten keinen Aktionismus veranstalten.“ Reindl, Verkehrsreferent des Stadtrats, warnte zugleich vor einer zusätzlichen Belastung: „Der Standort zieht Verkehr massiv raus.“

ab

Lesen Sie auch: CSU-Antrag: Wie wär’s mit einer Kita „Achalaich“ in Weilheim?

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