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Nachher: Vom alten Lagergebäude ist fast nichts mehr zu sehen.

In Weilheim

Nach dem Abriss des Güterbahnhofs kommen Parkplätze

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Auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Weilheim herrscht derzeit emsiger Betrieb. Vom Fortschritt der Arbeiten hängt ab, wann das Gelände daneben zum Parkplatz werden kann.

Weilheim– Wie berichtet, haben die Weilheimer Stadtwerke das Grundstück, auf dem ein Münchner Investor Wohn- und Gewerbebebauung verwirklichen will, bis Ende 2020 gepachtet. Auf der Fläche neben der Halle sollen temporär rund 160 Stellplätze entstehen. Sie dienen während des Baus des neuen Parkhauses am Öferl als Ersatz für die dort während der Bauzeit wegfallenden Parkplätze. Gedacht sind sie ausschließlich für Inhaber einer Jahresparkkarte. Dem entsprechenden Bauantrag hatte der Bauausschuss Anfang August zugestimmt.

Offen war damals noch, ob der Investor die Lagerhalle noch vorher abreißen lassen würde. Dass diese Entscheidung mittlerweile gefallen ist, hat auch Auswirkungen auf die Pläne der Stadtwerke, wie deren Chef Peter Müller auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärt.

Areal des Güterbahnhofs in Weilheim: Arbeiter könnten auf Altlasten aus dem Krieg stoßen

Zwar werde die Fläche der Lagerhalle nicht für die Stellplätze benötigt. Vom reibungslosen Fortschritt des Abrisses hänge aber ab, ob mit dem Herrichten des Parkplatzes pünktlich Ende September begonnen werden könne.

Vorher: So es auf dem Gelände des Güterbahnhofs in Weilheim bis vor kurzem aus.

Größte Unbekannte ist dabei laut Müller die Frage, ob die Bagger bei ihrem Einsatz auf Altlasten aus dem Krieg stoßen. „Es würde mich eigentlich wundern, wenn das glatt abläuft.“ Schließlich befinde sich der Güterbahnhof in jenem Bereich, der stark bombardiert worden sei. „Es muss aber nichteinmal eine Bombe sein, es reicht schon, wenn man da Munition findet.“ Weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, seien auch Experten vor Ort, die die Arbeiten begleiteten, weiß der Stadtwerke-Chef.

Allerdings: Selbst bei einem entsprechenden Fund rechnet Müller höchstens mit einer Verzögerung um ein bis zwei Wochen. Statt – wie derzeit geplant – Mitte bis Ende Oktober wären die Parkplätze dann Anfang bis Mitte November fertig. Da es sich um ein Provisorium handelt, wird die Fläche laut Müller lediglich aufgekiest und gewalzt. Anschließend werden die Stellplätze markiert und eine Beleuchtung installiert.

Am Öferl in Weilheim soll neues Parkhaus entstehen

Sobald der Parkplatz in Betrieb ist, sollen am Öferl die Arbeiten am Fundament für das neue Parkhaus beginnen. Damit die Umstellung reibungslos vonstatten geht, werden die Stadtwerke in den ersten Tagen Personal am Öferl und am Übergangsparkplatz abstellen. „Sobald der Termin steht, werden wir aber noch einmal genau darüber informieren“, kündigt der Stadtwerke-Chef an.

Lesen Sie auch: Im Rathaus ist man fassungslos: Wenige Tage, nachdem am städtischen Grillplatz an der Ammer „vandalismussichere Möbel“ aufgestellt wurden, gab es dort schon wieder Beschädigungen.

Außerdem interessant: Huglfing und Schönberg bei Rottenbuch sind beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angetreten. Beide Orte hofften, dass sie in ihrer Kategorie (Huglfing bis 3000 Einwohner und Schönberg bis 600 Einwohner) den Kreisentscheid gewinnen und in den Bezirksentscheid einziehen – mit Erfolg.

Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Weilheim und Umgebung.

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