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Die Vielfalt des Saxofons kostet Rainer Fabich auf seiner neuen CD aus.

Neue CD des Weilheimer Musikers

Mit Rainer Fabich im „Sax Club“

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In den „Sax Club“ führt die neue CD des Weilheimer Musikers Rainer Fabich: 16 virtuose Kompositionen zeigen, was Saxofon alles kann – zwischen Jazz, Klassik und Heavy Metal.

Weilheim – Rainer Fabich ist gewiss einer der vielseitigsten Weilheimer Musiker. Schon als Schüler und Student spielte er in allerlei Jazz-, Rock- und Popbands, als Lehrer hob er an der Musikschule Weilheim eine viel beachtete Bigband aus der Taufe. „Nebenbei“ promovierte der Klarinettist und Saxofonist als Musikwissenschaftler, reüssierte als Produzent und Autor, schrieb 1984 seine erste Filmmusik – der bis heute Kompositionen für 70 Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme in TV und Kino folgten.

Musik für Sportereignisse und fürs Fernsehen

Mitte der 80er Jahre steuerte Fabich die offizielle Musik zur Nordischen Skiweltmeisterschaft bei, Anfang der 90er erarbeitete er das musikalische Erscheinungsbild des Bayerischen Fernsehen. 

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Und diese Liste ließ sich lange fortsetzen, bis hin zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in Gremien wie dem Deutschen Komponistenverband, dem Deutschen Musikrat oder der „European Composers and Songwriters Alliance“.

„Ich wollte es nochmal wissen“

Nun legt der 61-Jährige seine 17. CD mit Eigenkompositionen vor: „Sax Club Mix“ –ein Album, das höchsten saxofonistischen Ehrgeiz offenbart. Nachdem sich die Vorgänger-CD „z-MINGA III“ 2017 auf „Bavarian Worldmusic“ konzentrierte, lotet der Weilheimer im „Sax Club“ die große stilistische Bandbreite und klangliche Vielfalt des Saxofons aus. Und spielt dabei alle Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsax-Stimmen – bis hin zum Saxofonquartett – selbst. „Ich wollte es nochmal wissen“, sagt Fabich, der auch Keyboards, Percussion und das Computerprogramming übernahm. Doch sind auch bekannte Kollegen zu hören: Vibraphonist Wolfgang Lackerschmid, Pianistin Michaela Pühn, Harfenistin Andrea Regenauer, Trompeter Claus Reichstaller, Schlagzeuger Thomas Simmerl und Gitarrist Titus Waldenfels.

Sogar Heavy Metal ist zu hören

Stilistisch geht es von brasilianisch leichtem Latin-Jazz über Reggae, Funk und Pop bis hin zur klassisch inspirierten „Hommage an Satie“. Und sogar an Heavy Metal wagt sich Fabichs Saxofon. „Diese Offenheit liegt mir sehr“, erklärt der Instrumentalist und Komponist, „denn daraus kann Neues entstehen“.

Live ist Rainer Fabich übrigens am 8. Februar bei einer Live-Performance zu Bildern des chinesischen Malers Yongbo Zhao zu hören (Domagk Ateliers München, 20 Uhr). Und am 9. Mai ist er Solist beim Frühjahrskonzert des Kammerorchesters Weilheim in der Stadthalle – mit einer Eigenkomposition für Dirigent und Cellist Vasja Legisa.

Die CD „Sax Club Mix“ sowie weitere CDs und Notenbände von Rainer Fabich sind erhältlich unter fajora.de.

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