Auf bessere Zeiten für Kunst und Kultur: Die Gründungsmitglieder des Vereins „smART – faireinte Bühne“.
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Auf bessere Zeiten für Kunst und Kultur: Die Gründungsmitglieder des Vereins „smART – faireinte Bühne“.

„smART – faireinte Bühne“

Weilheim: Ein neuer Verein für Kulturbegeisterte - die Initiatorinnen sind wohlbekannt

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Ein neuer Verein will kulturbegeisterte Menschen in und um Weilheim vernetzen – und Jung und Alt eine Bühne bieten, sich selbst auszuprobieren. Welch dringendes Bedürfnis den Initiatoren von „smART – faireinte Bühne“ Musik, Tanz, Theater & Co. sind, zeigt ihre erste Aktion, die im August geplant ist.

Weilheim – Die Vereinsgründung fand vor wenigen Tagen per Online-Versammlung statt. Die Pandemie ließ da keine andere Chance. Doch was die 14 Gründungsmitglieder treibt und was sie vorhaben, das spielt im „echten Leben“, nicht im Internet: Sie wollen im Raum Weilheim und rund um den Ammersee „die Bühnenkünste fördern und aktiv Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Künstlern für Projekte und Bühnen-Performances schaffen“, wie es in der ersten Pressemitteilung des Vereins „smART – faireinte Bühne“ heißt. Menschen jeden Alters sollen die Möglichkeit bekommen, „Erfahrung mit dem Erlebnisraum Bühne zu machen“, dabei sich selbst und soziales Miteinander erleben.

Initiiert haben das Ganze die Schwestern Heidi und Sylvia Kluthe, bekannt als Gründerinnen und langjährige Leiterinnen des Weilheimer Showensembles „Vaganti“. Sie wollten dafür sorgen, dass all die „bühnenbegeisterten Menschen und professionellen Künstler“, die sie kennen, sich „untereinander inspirieren und austauschen und in verschiedenen größeren und kleineren Vorhaben wie Workshops, Shows, Veranstaltungen zusammenarbeiten können“. Damit trafen sie gerade in Corona-Zeiten „einen deutlichen Nerv der Begeisterung“, berichten die Schwestern: „Wohl nie zuvor war der Drang nach künstlerischer Aktion und Interaktion und die Lust am Zusammenkommen und Zusammenarbeiten stärker als derzeit.“

Als erster mit im Boot war der Weilheimer Fotograf Heiner Welchert, der in den vergangenen Jahren jedes Bühnenprojekt der Kluthes mit der Kamera begleitet hat. Von der „bunt gemischten Truppe unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen künstlerischen Hintergrunds“, die sich zur Vereinsgründung zusammenfand, wurde Welchert einstimmig als 1. Vorsitzender gewählt. Sylvia Kluthe und Krisztine Osswald sind 2. und 3. Vorsitzende, Julian Förster übernimmt die Aufgabe des Kassenwarts, Heidi Kluthe fungiert als Schriftführerin. Weitere Mitstreiter, auch Fördermitglieder, sind willkommen; bald soll es eine Internetseite und weitere Werbemedien geben.

Heiner Welchert freut sich auf die Arbeit für „smART – faireinte Bühne“: „Es gibt so viele tolle Jugendliche, die Lust und Ideen haben und für die eine Plattform fehlt, sich auszuprobieren. Diese jungen Menschen wollen wir unterstützen, die Bühnenkunst als Form des Ausdrucks zu erfahren und zu gestalten.“ Aber nicht nur für junge Leute will der Verein da sein. „Alter, Können, Erfahrung spielen keine Rolle, alle können mitmachen“, betont Krisztine Osswald: „Wir wollen unbedingt auch Menschen mit körperlichen, geistigen oder sozial-emotionalen Beeinträchtigungen einladen, Teil zu sein.“

„Hautnah“, aber doch coronakonform will sich „smART“ am 1. August vorstellen – unter dem gewitzten Titel „Bühne muss mal wieder... Weilheims 1. Stuhlgang“. Laut Vorankündigung sind Interessierte dann eingeladen, „sich mit einem eigenen Stuhl durch Weilheims Innenstadt zu bewegen“. Für nachmittags ist ein „Kulturspielplatz“ mit vielen interaktiven Aktionen vorgesehen. Und abends will das Spaziertheater „Gefühlsecht“ Gelegenheit geben, „endlich mal wieder Bühne live zu erleben“.

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