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Beim „Komod“-Festival direkt an der Ammer in Weilheim war im vergangenen Jahr jede Menge los. Das gefiel aber auch nicht jedem.

Professionelles Büro soll es richten

Nichts los an der Ammer? Das soll sich bald ändern, sagt die Stadt

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Der Freizeitwert der Ammer in Weilheim soll größer werden – dieser Ansicht ist der Hauptausschuss des Stadtrats. Was genau ist geplant?

Weilheim – Auslöser für die Diskussion in der März-Sitzung des Hauptausschusses war ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion: Die Stadt solle einen Wettbewerb zur Gestaltung eines „interaktiven Kunstweges an der Ammer“ ausschreiben, so könnten der Freizeitwert der Ammer gesteigert und zugleich „die örtlichen Kunstschaffenden“ gefördert werden (wir berichteten).

Im Zuge der Bewerbung um die Landesgartenschau, so CSU-Sprecherin Marion Lunz-Schmieder, sei klar geworden: „Die Ammer hat in Weilheim nicht die Rolle, die ein Fluss in einer Stadt haben kann und sollte.“ Stadt und Fluss müssten besser miteinander verbunden werden, und eine Möglichkeit dafür wäre ein „interaktiver Kunstweg“, sagte Lunz-Schmieder: „Aber wir sind auch für Anderes offen“.

Weilheim: Erholungs- und Freizeitwert der Ammer soll ausgebaut werden

Die BfW-Fraktion unterstütze den CSU-Vorstoß, betonte Florian Lechner – und reichte gleich noch einen „Erweiterungsantrag“ ein: Das Hauptaugenmerk sollte auf den „Ausbau des Erholungs- und Freizeitwertes“ gelegt werden, zugleich könne sich Weilheim „als Ausgangspunkt für das WWF-Hotspotprojekt ,Alpenflusslandschaften’ in Stellung bringen“. Nach Ansicht der BfW könnte beispielsweise ein kindgerechter Alpenfluss-Lehrpfad von der Ammerschule bis zum Naturfreundehaus eingerichtet werden; darin ließen sich die Au und bestehende Infrastruktur wie Parkplätze, Spielplätze, die Kneipp-Anlagen und die Gastronomie integrieren. „Wir haben da unten ein Riesen-Potenzial“, so Lechner, „da könnte man etwas schaffen, das weit über unsere Stadt hinaus wirkt“.

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Ragnhild Thieler (BfW), die Kulturreferentin des Stadtrats, stieß ins selbe Horn: „Ich kenne kaum eine Stadt, die aus ihrem Fluss so wenig macht wie Weilheim. Wenn sich das ändert, bin ich auf jeden Fall dabei.“ Einen Kunstweg habe es in der Au und an der Ammer schon mal temporär gegeben, so Thieler, und diesen hätten Künstler und Besucher auch gut angenommen: „Aber es gab auch große Probleme, weshalb es dann nicht weiterverfolgt wurde.“ Man könne „Kunstwerke nicht einfach so in die Landschaft stellen“, da gebe es viele Hürden und seien zahlreiche Gespräche notwendig.

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Was genau am Fluss und zur besseren Verbindung mit der Stadt passieren könnte, das soll eine Planungsgruppe erarbeiten. Der Ausschuss beschloss einstimmig, eine solche zu bilden – mit Vertretern des Stadtrats sowie verschiedener Vereine und Institutionen. Ideen aus der letztjährigen Bewerbung für die Landesgartenschau sollen dabei explizit weiterverfolgt werden. Im städtischen Haushalt für 2020 müsse man dann Geld für ein Planungsbüro einstellen. Ein solches sei nötig, um den Prozess zu steuern, sagte Lechner. Zur Umsetzung der Ideen gelte es dann „Jahr für Jahr einen Batzen Geld in die Hand zu nehmen“.

Weilheim: Natur, Kultur und Freizeit an der Ammer zusammenbringen

Angelika Flock (CSU) nannte das Ganze „ein tolles Projekt für Weilheim“, das Natur, Kultur und Freizeit zusammenbringe. Auch Walter Weber, Fraktionssprecher der Freien Wähler, fand das Projekt „absolut unterstützenswert“: „Das wird ein langer Weg sein, aber den gehen wir zusammen.“

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