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Am Dienstag beginnt in Bayern das Abitur (Symbolbild).

Turnhallen und Klassenzimmer belegt

Abi - heute geht‘s los: Stressige Zeit für Weilheimer und Penzberger Schüler beginnt

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Heute geht‘s los: Bayernweit starten die Abiturprüfungen. Am Gymnasium Weilheim und Penzberg beginnt damit nicht nur für die Schüler eine belastende Zeit.

Weilheim/Penzberg - Lyrik, Drama und Prosa interpretieren, einen informierenden Text verfassen oder eine Argumentation schreiben: Abiturienten in Bayern haben am heutigen Dienstag die Wahl. Die schriftlichen Prüfungen starten mit dem Fach Deutsch – und da gilt es, eine von fünf Aufgaben auszusuchen. Nach zwei Tagen Verschnaufpause folgt am kommenden Freitag, 3. Mai, Mathematik. Am 8. Mai, beziehungsweise 10. Mai, steht für die Prüflinge das sogenannte dritte Abiturfach an, das frei wählbar ist. Die Kolloquien starten am 20. Mai.

Am Weilheimer Gymnasien schreiben heuer 167 Schüler Abitur. Wie Schulleiterin Beate Sitek erklärt, sei der Lehrkörper mit den Vorbereitungen gut beschäftigt gewesen. „Auch wenn wir die Abiturprüfungen nicht selbst erstellen, gibt es viel zu tun – etwa das Anlegen der Sitzpläne“, sagt sie. Im vergangenen Jahr hatten die Prüfungen für die Weilheimer Abiturienten eine besondere Herausforderung dargestellt, da sie in die Zeit der Generalsanierung des Gymnasiums fielen. Baulärm und Abschlussarbeiten mussten unter einen Hut gebracht werden. Heuer dürfte wohl nichts die Ruhe der Prüflinge stören. „Wir haben aber nur eine Turnhalle zur Verfügung“, so Sitek, „als zweiter Raum wird auf die Mensa zurückgegriffen.“ Auch eine Nutzung des Mehrzweckraums der Realschule ist etwa beim Mathe-Abitur vorgesehen. 

Am Penzberger Gymnasium wird es für 105 Schüler ernst. „Es sind ein bisschen weniger als im Vorjahr“, sagt Schulleiter Bernhard Kerscher, „die Schülerzahlen schwanken bei uns immer zwischen 100 und 120.“ Da es am Gymnasium keine Aula gibt, in der die Einzeltische aufgebaut werden könnten, schreiben die Abiturienten die Prüfungen in verschiedenen Klassenzimmern. „Es ist ein großer organisatorischer Aufwand, weil andere Jahrgangsstufen an diesen Tagen auf Exkursion gehen müssen“, so der Schulleiter. Während die Abiturienten ihre Deutschprüfung schreiben, fährt die neunte Jahrgangsstufe nach Augsburg, wo sie die Synagoge und den Dom besichtigt. 

Abgeholt hat Kerscher die Prüfungsbögen gemeinsam mit seinem Stellvertreter Karl-Wilhelm Steiner bereits in der Osterferien. Wo, das darf er nicht verraten. „Es ist auf jeden Fall nicht so, dass sie direkt an die Schule geschickt werden“, sagt er. Auch die Raumplanung und das Aufstellen der Einzeltische wurde schon während der schulfreien Zeit erledigt. „Es ist vorgegeben, dass die Tische mindestens 80 Zentimeter voneinander entfernt stehen müssen – damit niemand abschreiben kann“, sagt der Schulleiter. Feierlich entlassen werden die Schüler an beiden Gymnasien schließlich am 28. Juni. Die Abiturzeugnisse bekommen die Zwölftklässler bei der Abschlussfeier überreicht.

nema

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