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Zugedröhnt am Steuer: Polizei will verstärkt gegen Autofahrer unter Drogen vorgehen

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Von: Andreas Baar

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Die Polizei Weilheim hat einen Autofahrer (22) gestoppt, der augenscheinlich unter Drogeneinfluss fuhr. Keine Seltenheit, weshalb die Polizei nun durchgreifen will.

Landkreis – Die Polizisten hatten an diesem Abend in Weilheim ein gutes Auge: Bei der Verkehrskontrolle an der Kaltenmoser Straße ging ihnen am vergangenen Freitag ein Autofahrer ins Netz, der unter Drogeneinfluss stand. Der 22-Jährige zeigte die typischen Ausfallerscheinungen, ein Urintest zeigte Marihuana-Konsum an. Der junge Mann musste zur Blutprobe mit auf die Wache. Die Fälle häufen sich, wie Weilheims Polizeichef Harald Bauer sagt. „Drogenfahrten nehmen zu. Sie werden zu einem Problem.“ Ans Steuer setzen sich die Betroffenen nicht nur unter dem Einfluss von Cannabis und Marihuana – „da sind auch härtere Drogen dabei.“

In der Inspektion hat man darauf reagiert. Bereits im Oktober 2017 rückten die Beamten eigens an zwei Tagen zu Spezialkontrollen im Straßenverkehr aus. Jetzt stand eine hausinterne Schulung der Kollegen auf dem Programm – und als Abschluss sechs Tage lang Schwerpunktkontrollen in wechselnden Streifenbesatzungen mit der benachbarten Schongauer Inspektion.

„Die waren überall unterwegs“, sagt Bauer – sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum. Die Aktion war „sehr wohl notwendig“, teilte gestern Weilheims stellvertretender Inspektionsleiter Bernd Schewe mit. In beiden Dienstbereichen wurden jeweils drei Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen. „Das ging durch alle Altersschichten“, ergänzte sein Chef Harald Bauer auf Nachfrage. Übrigens: Im gleichen Aufwasch wurden jeweils noch zwei betrunkene Verkehrsteilnehmer gestoppt.

Die Sonderschulung seiner Beamten ist für Bauer eine notwendige Sache gewesen. „Es braucht ein geschultes Auge“, sagt er, damit die Ordnungshüter vor Ort bei einer Kontrolle auch wirklich Anzeichen für Drogenkonsum erkennen. Wer derart zugedröhnt am Steuer erwischt wird, dem droht Ungemach mit Führerscheinentzug und Geldstrafe. „Eine Drogenfahrt ist kein Bagatelldelikt“, macht der Polizeichef deutlich. „Das ist eine erhebliche Verkehrsgefährdung.“ Die Sünder erwartet ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit, im schlimmsten Fall gar wegen einer Straftat.

Mit den jetzigen mehrtägigen Streifenfahrten ist es bei der Weilheimer Inspektion jedoch nicht getan. Vize Bernd Schewe kündigte bereits an: „Es wird in naher Zukunft weiter kontrolliert“. 

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