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Im zweiten Stock des Gebäudes Pöltnerstraße 25 sollen ab Herbst 20 Kinder im Krippenalter betreut werden.

Nur die Stellplatzsituation ist ein Problem

Räume bereits abgesegnet: 20 Betreuungsplätze für Kleinkinder

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Mitten in der Weilheimer Altstadt soll es ab Herbst 20 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder im Krippenalter geben: Der Münchener Träger „A:KitZ!“ will im zweiten Stock des Geschäftshauses Pöltnerstraße 25 zwei Gruppen mit so genannten Großtagespflegeplätzen anbieten.

Weilheim – Diese Betreuungsform bewegt sich zwischen klassischer privater Tagespflege und Kinderkrippe. In einer Krippen-ähnlichen Gruppenstruktur werden jeweils zehn Ein- bis Dreijährige bis zu acht Stunden täglich von zwei bis drei Fachkräften betreut.

Kitaplätze werden dringend benötigt

Stefan Popp von der Hauptverwaltung im Weilheimer Rathaus spricht von einer „sinnvollen und geeigneten Ergänzung des ständig steigenden Betreuungsangebotes der Stadt“. In Weilheim gibt es bisher eine Großtagespflege-Einrichtung: das von der Stadt eingerichtete „Hummelnest“ im Bürgerheim, das inzwischen an die „FortSchritt gGmbH“ übertragen wurde.

Weilheims Stadtrat hat im April einstimmig beschlossen, das neue Angebot von „A:KitZ!“ mit einem einmaligen Investitionszuschuss von 70 000 Euro zu unterstützen (mit zehnjähriger Bindungsfrist) und jährlich rund 120 000 Euro als Defizit-/Kostenbeteiligung einzuplanen. „Wir brauchen diese Plätze dringend“, warb Angelika Flock (CSU), die Stadtratsreferentin für Kindertagesstätten, für diese Förderung: „Das ist eine gute Möglichkeit, Plätze zu schaffen, ohne den Stadtsäckel zu sehr zu belasten.“

Kontakt nach Weilheim kam zufällig zustande

Der Träger „A:KitZ!“ (Abkürzung für „Aktion: Kinder tragen Zukunft!“) betreibt derzeit acht Großtagespflege-Standorte in und um München sowie einen Waldkindergarten – in Kooperation unter anderem mit der Stadt München und dem Landratsamt Fürstenfeldbruck. „Die Erfahrungsberichte aus den angefragten Kommunen waren sehr vielversprechend“, erklärte Popp im Stadtrat. Der Kontakt nach Weilheim kam eher zufällig zustande, wie „A:KitZ!“-Geschäftsführer Markus Angerer auf „Tagblatt“-Anfrage berichtet: Das Haus an der Pöltnerstraße gehöre der selben Eigentümerin wie ein Gebäude nahe dem Rotkreuzplatz in München, in dem es bereits eine Einrichtung des Trägers gibt. Und von dieser sei die Hausbesitzerin sehr angetan.

Für die beiden „A:KitZ!“-Gruppen in Weilheim wird das gesamte zweite Obergeschoss des Gebäudes in der Pöltnerstraße 25 genutzt – insgesamt sind es rund 450 Quadratmeter, in denen zuletzt die „Techniker Krankenkasse“ ihre Geschäftsstelle hatte. Die Räume wurden von der Fachaufsicht des Jugendamtes bereits abgesegnet, berichtet Angerer, der Umbau laufe. Für Bewegung an der frischen Luft werden die Gruppen den nahegelegenen städtischen Spielplatz an der Augsburger Straße nutzen.

Parkplätze für Eltern reservieren?

Ein kleines Problem sieht der Stadtrat allein in der Stellplatzsituation mitten in der Altstadt. Angesichts der Verkehrssituation sei es bei dieser Einrichtung wichtig, „dass die Eltern mehr mit dem Rad fahren“, sagte Flock in der Stadtratssitzung. Diesen Appell unterstützte auch Grünen-Sprecher Alfred Honisch, fügte aber hinzu: „Unsere Fraktion könnte sich auch vorstellen, zwei bis drei Parkplätze im Umfeld dafür zu reservieren. Die Bring- und Holsituation muss geregelt werden.“

Lesen Sie auch: Seit Wochen dürfen die meisten Buben und Mädchen wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in den Kindergarten oder die Krippe gehen. Das „Spatzennest“ in Penzberg hat sich seither zum Teil in eine virtuelle Kita verwandelt.

Eigentlich sollte am Freitag, 15. Mai, in der „Rigi-Rutsch’n“ die Sommersaison beginnen. Doch wie von den Gemeindewerken bereits vermutet, kann der Termin aufgrund der Corona-Krise nicht eingehalten werden.

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