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Ein Vodafone-Techniker bei der Umrüstung eines Funkmasts auf die neue 5G-Technik.

Neuer Mobilfunkstandard 5G

5G: Telekom schafft Tatsachen - Fünf neue Sendeanlagen umgerüstet, vier weitere im August

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Allein in dieser Woche sind im Landkreis Weilheim-Schongau fünf weitere Telekom-Sendemasten auf die neue 5G-Technik umgerüstet worden. Im August sollen vier weitere Stationen im Schongauer Raum folgen.

  • Allein in dieser Woche gingen fünf weitere 5G-Sendemasten ans Netz: Ein weiterer in Weilheim, dazu noch jeweils einer in Penzberg, Iffeldorf, Peißenberg und Raisting.
  • Damit erreicht die Telekom bereits Ende des Monats rund 50 Prozent aller Bewohner des Landkreises mit ihrem Signal. Im August sollen der Schongauer Raum und Seeshaupt angeschlossen werden.
  • Vodafone, O2 und EPlus gehen vorsichtiger zu Werke, wie eine Anfrage zeigt.


Landkreis – Die Telekom macht offenbar ernst mit dem 5G-Ausbau im Landkreis. In der vergangenen Woche hatte man bekannt gegeben, dass in Weilheim der erste 5G-Mast seine Arbeit aufgenommen hatte.

Nun wurde berichtet, dass vier weitere Sendeanlagen umgerüstet wurden und ab sofort ein 5G-Signal ausstrahlen. Die betroffenen Orte wurden in der Pressemitteilung nicht benannt, auf Nachfrage der Heimatzeitung berichtete der Telekom-Pressesprecher Markus Jodl allerdings, dass eine weitere Sendeanlage in Weilheim umgerüstet wurde. Dazu kommen noch jeweils ein Standort in Iffel-dorf, Peißenberg, Penzberg und Raisting. 

Im August ist dann der Altlandkreis Schongau an der Reihe

Das sollen – zumindest nach derzeitigem Stand der Planungen und Aussage des Pressesprechers – die letzten Standorte sein, die im Monat Juli ausgebaut werden. Damit habe man zum Monatsende eine „Bevölkerungsabdeckung von 50 Prozent“ im Landkreis Weilheim-Schongau erreicht, so Jodl weiter.

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Diese wird nach derzeitigem Stand der Planung im August schnell weiter wachsen. Dann sollen Sendeanlagen in der Stadt Schongau sowie Peiting, Hohenfurch, Schwabsoien und Seeshaupt ebenfalls auf die neue 5G-Technik umgerüstet werden. Pressesprecher Jodl wies bei den für August geplanten Ausbauarbeiten aber ausdrücklich darauf hin, dass hierfür noch die Genehmigung der Bundesnetzagentur aussteht.

Genutzt wird an allen Standorten die alte UMTS-Frequenz

Er betonte zudem, dass bei allen Ausbauarbeiten im Landkreis Weilheim-Schongau ausschließlich bestehende Anlagen umgerüstet würden. Zudem würde ausschließlich die bislang für das 3G-(UMTS)-Signal genutzte Frequenz von 2,1 Gigahertz genutzt. Auf dieser Frequenz werde dann sowohl ein 5G-, als auch ein 4G-(LTE-)-Signal ausgestrahlt, um die Netzabdeckung auch für diejenigen zu steigern, die noch kein neues 5G-Handy haben.

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Jodl lässt in seiner Antwort auf den Fragenkatalog der Heimatzeitung auch keine Zweifel aufkommen, dass der 5G-Ausbau weiter forciert wird und man dabei nicht nur auf die Aufrüstung bestehender Anlagen setzt: „Wir planen aber im Landkreis bis Ende 2022 rund 20 neue Standorte zu bauen, um die Mobilfunkversorgung weiter zu verbessern.“

Was machen die anderen Mobilfunkanbieter - Vodafone, O2 und EPlus?

Vodafone rüstet nach Aussage seines Pressesprechers Tobias Krzossa gerade drei bestehende Anlagen in Eberfing auf 5G um. Dabei würde man das 700 Mhz-Band nutzen, das bislang für die Übertragung des digitalen Antennenfernsehens DVB-T genutzt wurde. Das habe erhebliche Vorteile, so Krzossa. Zwar sei die Bandbreite mit 200 Mbit/s vergleichsweise gering, dafür die Reichweite sehr hoch.

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 „Wir kommen auf dieser Frequenz sehr gut durch die Wände in die Wohnungen“, so der Sprecher. Genau da wolle man ein starkes Signal haben, um 5G als schnellere Alternative zum kabelgebundenen DSL zu vermarkten. Weitere Umrüstungen sollen im kommenden Jahr folgen. Ziel sei es, im Zuge des Ausbaus bestehende Funklöcher zu schließen.

Telefonica Deutschland, die das O2 und E-Plus-Netz betreibt, hat nach Angaben von Pressesprecher Jörg Borm derzeit keine Ausbaupläne im Landkreis Weilheim-Schongau. Das Unternehmen will sich vorerst auf die Ballungsräume konzentrieren.

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