Neuer Lufthansa-Streik ab Juli: Es drohen Flugausfälle im Sommer

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Nochmal Glück gehabt: Weil zum Zeitpunkt des Fotos noch keine Weiberfastnacht war, kam Landkreis-Pressesprecher Hans Rehbehn mit dem Schrecken davon und durfte seine Landkreis-Krawatte behalten. Die Schere nahmen unsere beiden Schülerpraktikantinnen Nicole Heigl (l.) und Judith Ranke wieder mit in die Redaktion. 

Krawattenträger im Landkreis

Achtung, Weiberfastnacht: Schlipsträger leben heute gefährlich

Die Männer im Landkreis müssen sich am heutigen Donnerstag in Acht nehmen: Ihnen - oder besser gesagt ihren Krawatten - könnte es an den Kragen gehen. 

Landkreis– Heute ist es wieder soweit: Weiberfastnacht! Das heißt, es geht den Männern – oder besser gesagt ihren Krawatten – an den Kragen.

Die Landkreis-Krawatte läuft da natürlich ebenfalls Gefahr, deutlich gekürzt zu werden. Hans Rehbehn, der Pressesprecher des Landkreises Weilheim-Schongau, trägt normalerweise mit Stolz eine dieser Seidenkrawatten, die Landrätin Andrea Jochner-Weiß jedem Träger persönlich überreicht. Nur 50 Stück wurden insgesamt bestellt. „Deswegen“, so Rehbehn, „trage ich am Donnerstag nur dann eine Krawatte, wenn ich eine besonders hässliche im Kleiderschrank finde.“ Damit scheidet für ihn die Landkreis-Krawatte natürlich aus.

Diese wird in Mitteldeutschland hergestellt und ist in den Farben des Landkreiswappens gehalten, welches sich auch an der Spitze wiederfindet. Kaufen kann man sie nicht, aber man kann sie durchaus auch als Nicht-Mitarbeiter des Landkreises überreicht bekommen.

So lange gibt es die Landkreiskrawatte schon 

Obwohl es das aktuelle Modell der Krawatte erst seit 2016 gibt, ist die Idee doch schon viel älter. Landrat Manfred Blaschke führte die erste Landkreiskrawatte schon vor gut 40 Jahren während seiner Amtszeit ein. Pflicht, die Krawatte zu tragen ist es aber nicht.

Doch nicht nur im Landkreis sind heute Krawatten stark gefährdet. Die Mitarbeiter von McDonald‘s müssen sich allerdings keine Sorgen um ihre Krawatten machen. Der Schlips ist nur ein optionaler Bestandteil der Uniform, „deshalb besteht keine Pflicht zum Tragen, sondern jeder Mitarbeiter kann für sich selbst entscheiden, was er tun möchte“, so eine Mitarbeiterin des Burgerbraters.

Doch wie handhabt der RVO, bei dem die Krawattenpflicht der Busfahrer erst bei glühender Sommerhitze aufgehoben wird, die Weiberfastnacht? Laut einer Mitarbeiterin sehe man die Krawattenpflicht am Weiberfasching nicht so genau und die meisten Fahrer würden dann einfach den Schlips weglassen – sicherheitshalber. Denn trägt ein Mitarbeiter doch eine Krawatte und diese wird abgeschnitten, muss er sich selbst eine neue kaufen.

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Keine Krawattenpflicht bei der Sparkasse Oberland

Lockerer sieht es die Sparkasse Oberland, die ihre allgemeine Krawattenpflicht im Mai letzten Jahres aufgehoben hat. Robert Christian Mayer, Pressesprecher des Geldinstituts, erinnert sich, dass man auch früher die Dienstkrawatte nur bei besonderen Anlässen getragen hätte. Im normalen Tagesgeschäft habe jeder seinen eigenen Schlips umgehabt.

Bei der Postbank indes werden den Angestellten die Dienstkrawatten gestellt und die sollten sie in der Regel auch tragen. Hartmut Schlegel, Mitarbeiter der Presseabteilung erklärt: „Die Risikozonen für ,weibliche Krawattenpiraterie’ sind in Deutschland traditionell sehr unterschiedlich verteilt. Während ein Kollege in Hamburg vermutlich keinen Gedanken daran verschwendet, ob er an Weiberfastnacht mit Krawatte zur Arbeit kommt, wäre ein Kollege in Köln oder Düsseldorf schon sehr wagemutig, wenn er sich an diesem Tag eine Krawatte umbindet – nicht nur weil er damit das Firmenvermögen unnötiger Gefahr aussetzt. Insofern vertrauen wir auf die emotionale Intelligenz unserer männlichen Kollegen und überlassen ihnen die Entscheidung, ob sie an Weiberfastnacht mit Krawatte zur Arbeit kommen.“ 

Judith Ranke und Nicole Heigl

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