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Drei Einsatzfahrzeuge der BRK-Ehrenamtlichen wurden im Jahr 2019 ersetzt. Dafür flossen 45 000 Euro aus Spendenmitteln. 

Kreisverband legt Jahresbilanz für 2019 vor

BRK Weilheim-Schongau: 800 000 Kilometer für den Rettungsdienst

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Für den Rettungsdienst im Landkreis Weilheim-Schongau ist allein das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zuständig. Rund 7900 Notarzt- und Notfalleinsätze und 9800 Krankentransporte mussten die haupt- und ehrenamtlichen Helfer des BRK-Kreisverbandes im vergangenen Jahr bewältigen.

Landkreis – Ob wegen Unfällen oder anderen medizinischen Notfällen: Mit ihren Fahrzeugen legten die BRK-Helfer 2019 im Rettungsdienst 802 300 Kilometer zurück. Rund um die Uhr betrieb der Kreisverband fünf Rettungswachen – in Weilheim, Penzberg, Peißenberg, Schongau und Steingaden. Zwölf Stunden täglich war ein Rettungswagen-Stellplatz in Bernried in Betrieb; seit 1. Januar 2020 gibt es einen zusätzlichen Stellplatz in Rottenbuch.

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Von den insgesamt 141 angestellten Mitarbeitern des BRK Weilheim-Schongau waren laut der Leistungsbilanz des Kreisverbandes für das vergangene Jahr 72 im Rettungsdienst beschäftigt. Doch bei diesem engagierten sich auch 67 ehrenamtliche Helfer, 17 Auszubildende zum Notfallsanitäter und vier Helfer im Rahmen des „Freiwilligen Sozialen Jahres“. Rund 11 200 Stunden (ohne Aus- und Fortbildung) waren allein die Ehrenamtlichen 2019 für den Rettungsdienst aktiv. Dessen Fuhrpark umfasste sieben Rettungswagen, fünf Krankenwagen und drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge.

Deutlich öfter als 2018 kamen im vergangenen Jahr die „Helfer vor Ort“ des BRK-Kreisverbandes zum Einsatz: Die Zahl der Einsätze erhöhte sich von 548 auf 701. Die „Helfer vor Ort“ leisten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe – „insbesondere dann, wenn der Rettungsdienst aufgrund längerer Anfahrten nicht rechtzeitig eintreffen kann“, wie es in einer Pressemitteilung des BRK heißt. Stationiert sind die Ehrenamtlichen im Landkreis in Seeshaupt, Penzberg, Birkland, Peiting und Peißenberg (dort besteht eine Kooperation mit der Firma „Aerotech“).

BRK Weilheim-Schongau hat rund 12 000 Fördermitglieder

Wenn es „mehr Verletzte gibt, als der Rettungsdienst ordnungsgemäß versorgen kann“, ist das ein Fall für die Schnelleinsatzgruppen (SEG). Diese kamen im vergangenen Jahr 120-mal zum Einsatz. Dazu kamen zehn Alarmierungen für die Schnelleinsatzgruppen im Bereich „Wasserrettung“. Und 26 Sucheinsätze gab es 2019 bei der Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbandes.

77-mal kümmerte sich das Kriseninterventionsteam (KIT) um Menschen, die indirekt von einem Unglück betroffen waren. Das KIT leistet bei seelischen Belastungen Beistand.

Bei „besonderen oder größeren Schadenslagen“, so das BRK, werden die Einsatzleiter „Rettungsdienst“ alarmiert. 2019 waren diese 192-mal gefordert. Siebenmal in Aktion war der Betreuungsdienst des BRK. Er kümmert sich bei Schadensereignissen um Betroffene, welche unverletzt geblieben sind, verpflegt aber auch Einsatzkräfte bei  Großübungen  oder -einsätzen. Rund 2700 Einsatzkräfte und Betroffene wurden von ihm im vergangenen Jahr verpflegt.

Der BRK-Kreisverband Weilheim-Schongau hatte 2019 rund 1400 Aktive – auch bei der Wasserwacht und im Jugendrotkreuz. Die Zahl der Fördermitglieder lag bei etwa 12 000.sts

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