Die neuen Zimmerergesellen mit Peter Aicher (2.v.l.), dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Karl Schelle (3.v.l.) und Michael Andrä (4.v.l.)
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Die neuen Zimmerergesellen mit Peter Aicher (2.v.l.), dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Karl Schelle (3.v.l.) und Michael Andrä (4.v.l.)

Baubranche boomt

Freisprechungsfeier für Maurer und Zimmerer: „Lehre macht Karriere“

Maurer und Zimmerer sind gefragte Leute. Das bekamen die 19 neuen Maurer und die 49 neuen Zimmerer bei der Freisprechungsfeier im Stroblwirt in Oberhausen zu hören.

Landkreis – „Ihr habt eine gute Wahl getroffen.“ Mit diesen Worten fasste der stellvertretende Innungsobermeister der Bauinnung im Landkreis Weilheim-Schongau, Alois Eggersdorfer, seine Begrüßungsrede zusammen. Die Ex-Lehrlinge hätten nicht nur eine Ausbildung gemacht, „um die uns viele Länder dieser Welt beneiden“. Sie hätten auch gute Perspektiven: „Arbeit ist genügend vorhanden.“

Ein Problem sieht Eggersdorfer allerdings darin, dass Handwerks-Arbeit in der Gesellschaft nicht den angemessenen Stellenwert habe. Eltern sollten ihren Kinder nicht einreden: „Ohne Abitur bist du nichts.“

Handwerk verdient höheres Ansehen

Der Ansicht ist auch der Obermeister der Zimmererinnung, Michael Andrä: Handwerk verdiene ein höheres Ansehen. Handwerker seien auch Denker, denn sie müssten vor der Ausführung ihrer Arbeit deren Inhalt ersinnen. Andrä hält eine gute Ausbildung für das Wichtigste im Handwerk und fordert deshalb: „Kein Betrieb ohne Meister.“

Die neuen Maurergesellen mit Alois Eggersdorfer (links) und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Walter Eberl (rechts)

Zimmerer-Präsident Peter Aicher sieht vor allem in Innovationen am Bau eine große Chance für die Branche. „Das haben wir immer schon so gemacht“, seien die teuersten Worte in der Wirtschaft. Gerade Umweltschutz und Energiesparen böten neue Perspektiven. „Lehre macht Karriere“, so seine Prognose zur Entwicklung der jungen Handwerker.

Maximilian Krinninger wird Innungssieger der Zimmerer

Innungssieger der Zimmerer wurden Maximilian Krinninger, der in der Praxis 87,6 Punkte und in der Theorie 89,5 Punkte erzielte. Knapp vor Korbinian Kufner-Neuner, der in der Praxis ebenfalls 87,6 Punkte erzielte und in der Theorie mit 89,4 Punkten nur ein Zehntel hinter Krinninger lag.

Vier Zimmerer wurden für die Anfertigung der besten Gesellenstücke ausgezeichnet: Für seinen Dachstuhl erhielt Ludwig Neuner mit 100 Punkten die volle Punktzahl. Maximilian Krinninger bekam 98 Punkte. Bei den Treppen lagen Jacob Schreiner und Dietmar Herren mit 97 Punkten gleich auf.

Tobias Settele wird Innungssieger der Maurer

Innungssieger der Maurer wurde Tobias Settele mit einer Note von 2,02. Den zweiten Platz belegte Matthias Steiger mit der Note 2,13, den dritten Platz Maximilian Birkner mit der Note 2,18.

Anlässlich der Freisprechungsfeier wurden auch Handwerker für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt. Andrä überreichte Urkunden an Wilhelm Straub, der seit 45 Jahren in der Zimmerei Knappich in Altenstadt arbeitet, und an Lorenz Bader für 40 Jahre in der Zimmerei Freisl in Altenau.

VON ALFRED SCHUBERT

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