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Dominikus Zöpf und Fabiola Miller mit dem Banner zur Aktion. 

Bund der Deutschen Katholischen Jugend

In 72 Stunden die Welt verbessern

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Drei Tage lang Gutes tun, Projekte bewältigen, die Welt ein Stück besser machen: Bei der 72-Stunden-Aktion, organisiert vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend, können Jugendliche das umsetzen. 

Landkreis – Vom 23. bis zum 26. Mai steht nicht nur die Europawahl an, auch die bundesweit größte Sozialaktion findet nach sechs Jahren wieder statt: die 72-Stunden-Aktion. Drei Tage lang können Jugendliche und junge Erwachsene selbständig soziale, politische oder ökologische Projekte verwirklichen, die die Welt ein bisschen besser machen sollen. Organisiert wird die Aktion vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Schirmherren sind Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Kardinal Reinhard Marx.

Bei den Projekten gibt es drei verschiedene Varianten: die Get-it-, die Do-it- und die Connect-it-Variante. Während man sich bei der Get-it-Variante überraschen lassen kann, reicht man bei der Do-it-Variante selbst einen Projektvorschlag ein. Die Connect-it-Variante ist wiederum eine zusätzliche Option für die beiden anderen Varianten, um im Gruppenverbund ein gemeinsames Projekt zu verwirklichen. Im Moment gebe es im Weilheim-Schongauer Raum sechs Gruppen, die sich ihr Projekt selbst gesucht haben, und vier, die sich lieber überraschen lassen, ihre Projekte also erst am Abend zuvor zugeteilt bekommen, sagt Fabiola Miller. Sie ist Jugendreferentin in der Katholischen Jugendstelle Weilheim und für mehrere Dekanate, auch Weilheim-Schongau, zuständig.

Eigener Koordinationskreis für Weilheim

Der BDKJ ist in Diözesanverbände aufgeteilt, die die Projekte für ihr jeweiliges Gebiet abdecken. Für Weilheim-Schongau gibt es einen eigenen Koordinierungskreis. An diesen wenden sich Projektgeber mit Vorschlägen, die wiederum der Koordinierungskreis an die teilnehmenden Gruppen je nach Begabung verteilt. Das Material stellen die Projektgeber zur Verfügung.

Pfarreijugendgruppen, Schulklassen, Vereinsmannschaften, Jugendfeuerwehren – mitmachen kann jeder. Denn auch wenn es eine Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist, „wir sind offen für alle, egal, welche Konfession“, sagt Fabiola Miller. Sie wünscht sich überdies, dass Handwerksbetriebe das Projekt unterstützen. Für viele Teilnehmer sei es immerhin eine Art Kurzpraktikum, bei dem sie sich handwerklich ausprobieren können.

Viele kommen „auf den letzten Drücker“

Vor sechs Jahren hatten sich bundesweit 185 000 Ehrenamtliche in rund 4000 Aktionsgruppen beteiligt. Im Bereich Weilheim-Schongau, der zum Bistum Augsburg gehört, haben sich zwei Wochen vor Anmeldeschluss zehn Gruppen mit mehr als 200 Teilnehmern angemeldet. Bei der vergangenen Aktion 2013 waren es knapp 25 Gruppen. Darauf hoffen Fabiola Miller und Dominikus Zöpf, Bildungsreferent bei der Christlichen Arbeiterjugend, auch diesmal. Und auch wenn noch eine ganze Menge Gruppen fehlen, sind sie zuversichtlich: „Von vielen haben wir die mündliche Zusage, sie wissen nur noch nicht über die genaue Anzahl der Teilnehmer Bescheid“, sagt Zöpf. Es sei üblich, dass viele auf „den letzten Drücker“ kämen. Auch im Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg, der zu einem anderen Dekanat gehört, werden sich wohl zwei bis drei Gruppen anmelden, sagt Jugendreferentin Stephanie Weindl.

Bis zu 40 Teilnehmer hätten viele Gruppen im Bereich Weilheim-Schongau, manche auch nur 15. Mindestens sechs pro Gruppe sollten es aber schon sein, sagt Fabiola Miller. Und wer sich noch bis Ende Februar anmeldet, dem garantiert der BDKJ ein vollgepacktes Aktionskit.

Diese Gruppen haben sich schon angemeldet

Zu den Gruppen, die sich bereits angemeldet haben, gehört die Weilheimer Jugend des Deutschen Alpenvereins. Sie will am Gmünder Hof in Weilheim von der „Brücke Oberland“ einen Wasserlauf neu anlegen. Schon im Vorfeld ist also klar, was für Material gebraucht wird. Doch auch wer die Überraschungsvariante wählt, braucht sich nicht zu sorgen, dass am Ende Material fehlt. „Es wird nicht passieren, dass jemand für ein Projekt einen Bagger braucht und es ist keiner da, der den fahren kann“, beruhigt Zöpf. Anmelden kann man sich sich noch bis 28. Februar. Weitere Informationen gibt es unter 72stunden.de. Los geht das Projekt dann am 23. Mai um 17.07 Uhr.

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Weilheimer Verein „Lebensarchitektur“ bietet jungen Menschen ein Zuhause. 

Von Christoph Zempel

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