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In der vergangen Saison war der Andrang bei der Obstpresse in Peißenberg riesig. Noch am letzten Presstag Ende Oktober waren säckeweise Äpfel angeliefert worden.

Wenig Äpfel und Birnen 

Obstpressen im Raum Weilheim: „Die Leute haben heuer kein Obst“

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Nahezu ohne Pausen liefen die Obstpressen im Raum Weilheim im vergangenen Jahr: Die Apfelernte fiel 2018 enorm aus. Die diesjährige Saison startete dagegen schleppend. Bislang haben nur wenige Interessenten ihr Obst zu Saft pressen lassen. Einige Betreiber passen deshalb bereits die Termine an.

Landkreis – „Sehr zaghaft“ lief die Obstpress-Saison laut Erich Fromm, erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauverein Weilheim, an. Ihren Betrieb aufgenommen hat die Presse am Schießstattweg in Weilheim Ende August. „Die Leute haben heuer kein Obst“, sagt Fromm, „die Bäume tragen nur alle zwei Jahre.“ Nachdem im „Rekordjahr“ 2018 unglaubliche 368 Tonnen Äpfel zu 231 500 Liter Saft gepresst wurden (wir berichteten), rechneten die Mitglieder des Vereins in dieser Saison mit nur wenigen Interessenten. „Das war keine große Überraschung“, sagt der Vorsitzende.

Die nächsten Termine zum Saftpressen gibt es deshalb vorerst nur samstags von 7 bis 10 Uhr sowie am Freitag, 20. September, von 13.30 bis 18 Uhr. Weitere Infos gibt es unter 0881/ 9279905 sowie auf der Website des Obst- und Gartenbauvereins.  

Obstpresse in Peißenberg: „Das es so wenig ist, habe ich nicht gedacht“

Ähnlich ist die Lage in Peißenberg. Die Obstpresse des Gartenbauvereins Peißenberg-Ammerhöfe an der Bachstraße 32 hat seit 26. August geöffnet. „Bisher haben wir aber nur drei Mal gepresst“, sagt Josef Bauer vom Gartenbauverein, „wir haben uns deshalb entschieden, erst einmal eine Woche auszusetzen.“ Geöffnet hat die Presse, in der Äpfel und Birnen verarbeitet werden, wieder am 23. September. Anmeldungen für diesen Termin sind möglich unter Telefon 08803/4899009. „Wenn jemand reinen Birnensaft haben möchte, kann er das anmelden und als Erster drankommen. Ansonsten bekommt er Apfel- und Birnensaft gemischt“, sagt er.

Obwohl auch Bauer in dieser Saison mit weniger Obst gerechnet hat, ist er doch überrascht. „Das es so wenig ist, habe ich nicht gedacht“, sagt er. 2018 seien fast alle Interessenten mit 100 Kilo Äpfeln zu den Pressterminen gekommen. „Bisher kommen sie mit 20 oder höchstens 25 Kilo“, sagt er.

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Hohenpeißenberg: Obstpresse läuft immer samstags

In Hohenpeißenberg lief die Obstpresse am vergangenen Samstag das erste Mal in dieser Saison. „Es kamen etwa 15 Leute – die meisten mit 30 bis 50 Kilo Äpfeln“, sagt Georg Vogl, erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Hohenpeißenberg. Besonders viel sei das nicht. Doch eine Prognose zur diesjährigen Saison will Vogl trotzdem nicht abgeben. „Schon im Frühjahr heißt es immer, das gibt heuer so und so viel Obst. Aber eine wirkliche Voraussage kann man nicht treffen“, sagt er.

Anmelden für die Presstermine, die immer samstags stattfinden, können sich Interessenten donnerstags von 19 bis 20 Uhr unter Telefon 0160/92237488. Auch wenn nur geringe Mengen an Äpfeln zusammenkommen, will der Verein die Öffnungszeiten beibehalten. „Ob ich fünf Tonnen oder 500 Kilogramm Äpfel presse – putzen muss ich danach so oder so“, sagt der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins.

Mosterei „Schweyer“ in Antdorf: Öffnungszeiten nach Bedarf

In Penzberg und Umgebung wird in der Mosterei „Schweyer“ in Antdorf (Untergasse 2) Saft gepresst. „Wir öffnen immer nach Bedarf“, sagt Josef Schweyer, „im letzten Jahr waren es sechs Tage die Woche. Wenn es heuer so weitergeht, pressen wir wohl an einem bis zwei Tagen in der Woche.“ Dass die Apfelernte in diesem Jahr so gering ausfällt, hat seiner Ansicht nach mehrere Gründe. „Da spielt die Ernte vom letzten Jahr mit rein und auch das Wetter“, sagt er, „das hat schon mit dem verregneten April angefangen.“ Termine werden tagsüber unter Telefon 08856/802677 vergeben.

nema

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