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Kein Christbaum, sondern ein Boiler brannte in Weilheim. 25 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Einsätze im Landkreis

Ruhige Weihnachtstage für Polizei und Feuerwehr

  • Marion Neumann
    VonMarion Neumann
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Kein brennender Christbaum und keine Familienstreitigkeiten: Die Weihnachtsfeiertage verliefen ruhig. Einige Male rückten Polizei und Feuerwehr trotzdem aus.

Weilheim-Schongau – Nicht immer sind Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage ruhig und besinnlich. Familienstreitigkeiten zehren nicht nur an den Nerven – ab und an muss deshalb sogar die Polizei anrücken. Bernd Schewe, Polizeihauptkommissar in Weilheim, ist froh, dass ihm und seinen Kollegen in diesem Jahr größere Einsätze an den Feiertagen erspart geblieben sind. „Zum Glück ist nichts Außergewöhnliches vorgefallen“, sagt er, „im Großen und Ganzen waren es ruhige Tage.“

Ähnlich ruhig verliefen die Feiertage bei der Polizeiinspektion Penzberg. „Vielleicht besinnen sich die Menschen an Weihnachten ja wirklich einmal“, so Dienstgruppenleiter Thomas Altmann. In Schongau blieb es laut Polizeiobermeister Tobias Hollenbach ebenso „besinnlich ruhig“. Einige Einsätze, die jedoch nichts mit Meinungsverschiedenheiten unter dem Christbaum zu tun hatten, gab es an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen dann aber doch.

Feuerwehren rückten aus

Nicht nur die Polizei, sondern auch die Feuerwehren im Landkreis rückten aus. Am Mittwoch, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, erhielt Kommandant Konrad Bischel von der Weilheimer Feuerwehr die Meldung „Zimmerbrand“ in der Ahornstraße in Weilheim. Gegen 16 Uhr rückten 25 Feuerwehrleute mit fünf Autos aus.

Wie Bischl berichtet, war ein Warmwasserboiler in einem Badezimmer in Brand geraten. „Das Feuer war schnell gelöscht. Wir haben die Wohnung dann mit einem Überdrucklüfter vom Rauch befreit“, sagt er. Die Lage sei weniger dramatisch gewesen, als zunächst befürchtet worden war.

Keine brennenden Christbäume

Von brennenden Christbäumen blieb die Weilheimer Feuerwehr verschont. Doch laut dem Kommandanten könnten diese Einsätze noch kommen: „So etwas passiert meistens erst, wenn der Baum durch die Heizungsluft schon richtig trocken ist. Nach Neujahr sollte man besonders aufpassen.“ Wegen einer Überflutung wurde die Feuerwehr der Stadt Schongau am Heiligabend um 7.20 Uhr gerufen. An der Altenstädter Straße stand Wasser auf der Fahrbahn. Schuld an der Überflutung war der anhaltende Regen, der erst nach der Reinigung der Gullys abfließen konnte.

Zwei Brände löschen musste die Freiwillige Feuerwehr Peißenberg am Heiligabend. Zu einen Großeinsatz rückten die Feuerwehrleute gegen 14.40 Uhr aus. Ein Wintergarten war in Brand geraten, nachdem das Befüllen eines Benzinfeuerzeugs schief gegangen war und die Holzmöbel Feuer fingen. Drei Personen erlitten eine Rauchvergiftung.

Wohnung voller Qualm

Etwa zwei Stunden früher waren die Peißenberger Einsatzkräfte zu einer Wohnung „Auf der Leite“ gerufen worden. Ein 66-jähriger Peißenberger hatte seinen Wasserkocher auf eine heiße Herdplatte gestellt. Die Feuerwehrleute mussten gewaltsam die Wohnungstüre öffnen. Im Inneren qualmte es stark. „An sich war das alles nicht so wild“, sagt Kommandant Stefan Seebauer, „es entstand nur ein geringer Schaden von etwa 100 Euro. Aber der Bewohner wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.“

Wie auch seine Kollegen in der Region ist er froh, dass es bis jetzt relativ ruhig geblieben ist. Sollte zwischen den Jahren etwas passieren, sieht der Kommandant die Peißenberger Feuerwehr gut vorbereitet. „Momentan haben viele Einsatzkräfte Urlaub und sind verfügbar. Wenn doch etwas Größeres anstehen sollte, sind wir gut aufgestellt“, sagt er.

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