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Für Schulanfänger wird es am Dienstag spannend: Das Schuljahr beginnt.

Grund, Mittel- und Hauptschulen im Landkreis

Schulamt informiert: Das ist neu in diesem Schuljahr 

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„Kombi-Klassen“, Angebote für Migrantenkinder und Französisch für Grundschüler: Zu Schulbeginn informiert das Staatliche Schulamt Weilheim-Schongau über Neuerungen.

Landkreis – Ob Extra-Stunden für Arbeitsgemeinschaften oder zusätzliche Fördermaßnahmen – an den Grundschulen sowie an den Haupt- und Mittelschulen im Landkreis stehen genügend Lehrkräfte für Zusatzangebote zur Verfügung. Laut dem aktuellen Bericht des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Weilheim-Schongau können alle 40 Schulen – 37 staatliche und drei private Einrichtungen – im Schuljahr 2018/19 „bedarfsgerecht“ mit Lehrkräften versorgt werden.

Um auch bei Krankheitsfällen oder bei Lehrerausfall durch Exkursionen oder Fortbildungen gewappnet zu sein, stehen für alle Grund-, Haupt- und Mittelschulen in der Region Lehrkräfte als „Mobile Reserve“ bereit. Das sei laut Schulamt „ein gutes Polster, um die Versorgung auch bei höherem Krankenstand zu gewährleisten.“ Insgesamt 54 Grund-, Haupt- und Mittelschullehrkräfte sowie vier Fachlehrkräfte sind für das neue Schuljahr als „Reserve“ eingeplant.

Schülerzahlen leicht gestiegen

Damit der hohe Bedarf an Lehrkräften im täglichen Schulalltag gedeckt werden kann, werden wie schon in den Vorjahren Lehrkräfte von Gymnasien und Realschulen eingesetzt. Mit einer weiteren Qualifizierung und Unterstützung von Betreuungslehrkräften können diese an den Schulen in der Region Unterricht übernehmen.

Die Schülerzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Insgesamt 7620 Schüler drücken ab morgen die Schulbank, 2017 waren es 7567. 1250 davon sind Schulanfänger – 38 mehr als im Vorjahr. Sie besuchen eine der 30 staatlichen Grundschulen sowie die Freie Waldorfschule in der Region.

Trend geht zu jahrgangskombinierten Klassen

Auffällig ist laut dem Schulamt, dass der Trend an den staatlichen Grundschulen hin zu jahrgangskombinierten Klassen geht. Schon seit Jahren nehme die Zahl der „Kombi-Klassen“ im Landkreis zu: Im neuen Schuljahr werden so über zehn Prozent der Grundschulklassen unterricht. Besonders häufig findet gemeinsamer Unterricht für die ersten und die zweiten Klassen statt. Laut Schulamtsdirektorin Ingrid Hartmann-Kugelmann profitieren Kinder von dieser Unterrichtsform in verschiedener Hinsicht: „Die Schüler sammeln wertvolle Erfahrungen im Bereich des Miteinander- und Voneinanderlernens. Auch soziale Lernprozesse werden auf diese Weise gefördert.“

Ein besonderer Schulversuch wird in diesem Schuljahr an der Grundschule Iffeldorf weitergeführt: Wie schon im Schuljahr 2017/18 können Kinder der dritten und vierten Klasse auch im neuen Schuljahr wieder Französisch lernen. „Es ist ein tolles Projekt, das den Schülern neben sprachlicher Bildung auch die französische Kultur näherbringt“, sagt Schulrätin Kerstin Krückel vom Staatlichen Schulamt. Der Unterricht finde außerhalb der regulären Schulzeit in jahrgangsgemischten Arbeitsgemeinschaften statt. „Iffeldorf bietet sich für so ein Projekt natürlich an, weil die Gemeinde eine Partnerstadt in der Bretagne hat. Die Dritt- und Viertklässler fahren zum Austausch hin“, sagt Krückel.

Deutschklassen für Schüler mit Migrationshintergrund

Neu im kommenden Schuljahr ist die Einführung von sogenannten Deutschklassen für Schüler mit Migrationshindergrund. Im Schulamtsbezirk wird es eine Klasse an der Staufer-Grundschule in Schongau geben, eine weitere an der Mittelschule Schongau. Nach jetzigem Stand werden diese Klassen insgesamt 31 Kinder besuchen.

„Die Deutschklassen sind eine Weiterentwicklung der Übergangsklassen. Die Schwerpunkte liegen auf der Alphabetisierung und der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache. Gleichzeitig fließt kulturelle Bildung und Werteerziehung mit in den Unterricht ein“, sagt Krückel. Ausgelegt sind die Klassen auf Ganztagsunterricht. „Im Gegensatz zu den Übergangsklassen ist der Nachmittagsunterricht verpflichtend“, so Krückel, „zur Deutschförderung stehen zusätzlich zu den Lehrern noch externe Kräfte bereit.“ Alles in allem sieht sich das Schulamt bestens gerüstet fürs neue Schuljahr.

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