Corona-Test als Event: In diesem US-Schulbus will das BRK um Kreisgeschäftsführer Hans Eberl (l.) zu Firmen fahren. Zur Verfügung stellt das Gefährt Thomas Schmid vom gleichnamigen Autohaus (M.). Rechts Verkaufsleiter Thomas Schmid.
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Corona-Test als Event: In diesem US-Schulbus will das BRK um Kreisgeschäftsführer Hans Eberl (l.) zu Firmen fahren. Zur Verfügung stellt das Gefährt Thomas Schmid vom gleichnamigen Autohaus (M.). Rechts Verkaufsleiter Thomas Schmid.

Autohaus stellt Gefährt

„Verrückte Idee“: US-Schulbus wird zur mobilen Corona-Teststation

  • Boris Forstner
    vonBoris Forstner
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Überall im Landkreis gibt es mittlerweile Corona-Teststationen. Eine besondere Variante auf vier Rädern soll demnächst ihren Dienst aufnehmen. Abgestrichen wird dann im US-Schulbus.

Weilheim – „Ab und zu haben wir verrückte Ideen“, sagt Robin Wieland, Verkaufsleiter beim Autohaus Schmid in Weilheim, und lacht. Denn sein Chef, Inhaber Thomas Schmid, hatte den Plan, einen alten US-Schulbus zu kaufen, wie man ihn aus amerikanischen Filmen oder auch der Kult-Zeichentrickserie „Die Simpsons“ kennt, wo Fahrer Otto immer einen heißen Reifen fährt.

Dank guter Kontakte hatte Schmid erfahren, dass ein Importeur aus Norddeutschland so einen Kult-Bus aus dem Mittleren Westen der USA importiert hat – und prompt zugeschlagen. Schmid fuhr hoch, legte laut Wieland rund 20 000 Euro für das gute Stück hin und fuhr das Vehikel vor rund drei Wochen nach Weilheim.

Und wie das bei spontanen Ideen so ist, war noch gar nicht klar, was das Autohaus mit dem Schulbus anstellen will. „Eine Idee war, ein Wohnmobil daraus zu machen, eine andere, den Bus in einen Foodtruck umzuwandeln“, sagt Wieland.

Beim BRK ist man sofort begeistert von der Idee

Bis schließlich der Vorschlag im Raum stand, aus dem Bus eine mobile Teststation zu machen. Schmid und Wieland nahmen Kontakt zum BRK auf, das im Landkreis schon zahlreiche Teststationen betreibt, und Kreisgeschäftsführer Hans Eberl war begeistert von der Idee. „Denn wir sind auch bei Firmen bei Mitarbeiter-Testungen im Einsatz“, sagt Eberl. Seine Idee: An wechselnden Tagen könnten BRK-Mitarbeiter mit dem Bus in Gewerbegebiete im Landkreis fahren und die Mitarbeiter der Unternehmen direkt vor Ort testen. „Es wäre wichtig, dass Firmen und unter der Mailadresse coronatest@kvwm-sog.brk.de kurz und formlos ihr grundsätzliches Interesse signalisieren“, sagt Eberl.

Bis der Schulbus im Corona-Einsatz ist, wird er vom Autohaus für die Bedürfnisse des BRK hergerichtet. Zur Verfügung gestellt wird das Gefährt kostenlos, so Wieland: „Uns ist nur die Werbung wichtig.“

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