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„Schön, dass ich so prominente Unterstützer habe“, sagt Landratskandidat Tillman Wahlefeld (2.v.r.) über (v.l.) Markus Loth, Franz Seidel und Wolfgang Taffertshofer. 

Bürger für den Landkreis

Wahlefeld will für BfL Landrats-Posten im Landkreis Weilheim-Schongau holen

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Langsam nimmt das Kandidaten-Karussell für den Landrats-Posten Fahrt auf: Die Bürger für den Landkreis (BfL) haben Tillman Wahlefeld aus Weilheim als ihren Kandidaten gewählt.

Weilheim – Außerhalb Weilheims dürfte Wahlefeld noch kaum jemandem ein Begriff sein. Der 54-Jährige sitzt erst seit 2014 für die Bürger für Weilheim (BfW) im Stadtrat, ist aber bereits seit 2015 Vorsitzender. Die BfL-Führungsspitze zeigte sich bei der Vorstellung des Kandidaten im Weilheimer „Pöltner Hof“ jedenfalls begeistert: „Bei der Mitgliederversammlung tags zuvor ist er von den 38 Mitgliedern einstimmig gewählt worden, es gab stehenden Applaus“, berichtet BfL-Vorsitzender Franz Seidel. Es sei klar gewesen, dass die BfL als „parteiliche Größe“ im Landkreis wieder einen Landratskandidaten stellen werden, und Wahlefeld sei der richtige Mann dafür: „Er ist für uns der künftige Landrat“, betonte Seidel.

Auch Wolfgang Taffertshofer, der 2014 als Kandidat knapp 17 Prozent der Stimmen geholt hatte, gab den Kandidaten-Stab gerne weiter – für ihn war länger klar, dass er nicht mehr antreten wolle. Das gilt auch für Weilheims Bürgermeister Markus Loth, dem schon 2014 ständig und jetzt erneut eine Landrats-Kandidatur angedichtet worden war, wie er belustigt erzählt. Er war es, der Wahlefeld im Juni gefragt hat, ob er nicht antreten will, „und ich war sehr froh, dass er schnell zugesagt hat“, so Loth.

Landrats-Kandidat Wahlefeld hat Lust auf Lokalpolitik

Tatsächlich hat Wahlefeld richtig Lust auf Lokalpolitik, wie er sagt. „Es war eine Ehre für mich, dass ich gefragt worden bin.“ Dabei kam der gebürtige Kölner, der im Alter von fünf Jahren nach Weilheim gezogen ist, erst spät zur Politik, vor rund sieben Jahren. Die Kreisstädter kennen ihn als Chef des Radlgeschäfts „Zeitlosmobil“ (früher Radl Bimbo), doch studiert hat er nach dem Abitur am Weilheimer Gymnasium etwas völlig anderes, nämlich Medizin. In den Semesterferien hatte er in dem damals noch in Rott beheimateten Radlgeschäft gejobbt und Feuer gefangen. 1991 stieg er mit ein, 1999 erfolgte der Umzug nach Weilheim und 2015 hat Wahlfeld das Geschäft allein übernommen und umbenannt.

Kurz zuvor war Wahlefeld, der als Vater dreier mittlerweile erwachsener Söhne langjähriger Elternbeiratsvorsitzender am Gymnasium Weilheim war, erstmals in den Weilheimer Stadtrat gewählt worden, wo er derzeit Sportreferent ist. Der begeisterte Gitarrespieler beschreibt sich als wenig polternd: „Ich bin keiner, der laut tönt. Ich höre zu und treffe dann Entscheidungen“, sagt der 54-Jährige.

Wahlprogramm von Landrats-Kandidat Wahlefeld

Zu seinem Wahlprogramm kann er noch nicht viel sagen, die offizielle Aufstellungsversammlung ist auch erst in einigen Wochen. Sicher ist aber: „Ich werde großes Gewicht auf den ÖPNV legen.“ Aber nicht dogmatisch, sondern dort, wo es sinnvoll sei – und wenn manchmal das Auto die beste Lösung ist, kann Wahlefeld auch damit leben. Wie gesagt, kein Polterer, sondern ein Mann der eher leisen Töne.

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