Die Anschaffung von Radl-Anhängern wird in Weilheim auch 2021 gefördert.
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Die Anschaffung von Radl-Anhängern wird in Weilheim auch 2021 gefördert.

Verbesserungen geplant

Weilheim: So geht’s weiter in Sachen „Radverkehr“

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Weilheim „fahrradfreundlicher“ machen zu wollen, das haben sich sämtliche Gruppierungen im Stadtrat auf die Fahnen geschrieben. Was dafür bereits läuft und noch zu tun ist, wurde jetzt im Verkehrsausschuss skizziert.

Weilheim – Ist die Stadt Weilheim schon eine „fahrradfreundliche Kommune“, oder muss sie es erst noch werden? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Tatsache ist, dass Weilheim seit Herbst 2019 der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK) angehört – und die verlangt deutliche Verbesserungen für Radler in der Stadt. Bei einem Online-Treffen soll im April nun Zwischenbilanz gezogen werden. Denn bei der „Hauptbereisung“ 2023 will die Arbeitsgemeinschaft vor Ort Ergebnisse sehen.

Über den Zwischenstand hat Weilheims Radverkehrsbeauftragter Stefan Frenzl jetzt auch im Verkehrsausschuss des Stadtrates berichtet. Er erinnerte dabei an den Grundsatzbeschluss vom November 2019, wonach der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr in Weilheim in den kommenden Jahren um mindestens fünf Prozent steigen soll. Die Radverkehrszählung oder Befragung, die dafür eine Datengrundlage liefern kann, verzögert sich allerdings coronabedingt. Laut Fachleuten hätte eine Untersuchung 2020 ein verzerrtes Bild ergeben, so Frenzl, weil infolge der Pandemie „viel mehr Rad gefahren wird“.

Dafür hat die Stadt bereits einige konkrete Schritte zur Stärkung des Radverkehrs getan. Mit einem 2020 erstmals aufgelegten Förderprogramm wurden mehr als 70 Weilheimer beim Kauf von Lastenfahrrädern oder Radl-Anhängern unterstützt – nun gibt es eine Neuauflage. Und noch dieses Frühjahr soll der Stadtrat das Radverkehrskonzept verabschieden, das die Firma „gevas“ derzeit für die Stadt erstellt. „Das wird ein Leitbild, an dem entlang wir weiter arbeiten können“, erklärte Frenzl.

Ein Thema dabei werde die Frage sein, ob man die Fußgängerzone für Radler öffnet. Und ganz wesentlich sei es, „den Radverkehr insgesamt sichtbarer zu machen im Straßenraum“: Das Konzept wird laut Frenzl „massig Stellen“ für Markierungen, Aufstellflächen, weitere Fahrradstraßen, Schutzstreifen und „deutliche Signaturen, auch in Rot“ vorschlagen. In der Beschilderung für Radler habe die Stadtverwaltung kürzlich bereits einige Lücken geschlossen. Einen guten Überblick über Radler-Routen in der Stadt, Abstellmöglichkeiten und andere wichtige Informationen soll dann bald ein neuer „Radfahr-Stadtplan“ für Weilheim geben. Und auch am Konzept des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel bezüglich neuer Beschilderung für Freizeitradler ist die Stadt beteiligt.

Probleme haben Radler oft an Baustellen – hier werde bisher zu wenig an sie gedacht, räumte Frenzl ein und verwies etwa auf die schwierige Situation beim Berufsschul-Neubau am Narbonner Ring. Doch habe die Stadtverwaltung dieses Thema „verstärkt auf dem Schirm“. Übrigens können auf der vom „Stadtradeln“ bekannten Plattform „RADar!“ durchgehend Mängel gemeldet werden, die Radfahrern in Weilheim auffallen. Man habe dieses Angebot ganzjährig gebucht, erklärte Weilheims Radverkehrsbeauftragter im Ausschuss, und Meldungen würden „laufend bearbeitet“.

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