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Die Ammer soll für Bewohner und Besucher attraktiver gestaltet werden. An diesem projekt soll sich die Stadt Weilheim finanziell beteiligen.

Fluss soll für alle aufgewertet werden

Stadt Weilheim soll bei Hotspot-Projekt  an Ammer mitzahlen

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Die Verbindung zwischen der Weilheimer Innenstadt und der Ammer ist immer wieder ein Thema. In der Sitzung des Hauptausschusses des Stadtrats wurde vom Tourismusverband Pfaffenwinkel ein Konzept vorgestellt, an der sich die Stadt als Mitgliedskommune finanziell beteiligen soll.

Weilheim – Die Ammer soll sowohl für Besucher als auch die Bewohner aufgewertet werden, so Weilheims Standortförderer Stefan Frenzl. Schon oft wurde über einen Kunst- und Kulturpfad, einen Imbiss in Ammernähe sowie Sitz- und Liegemöglichkeiten hinter der Weilheimer Stadthalle gesprochen. Nun soll sich die Stadt Weilheim als Mitgliedskommune an den Projektkosten beteiligen.

Verantwortung und Eigentum der Projekte liegt bei Stadt

Wie Susanne Lengger, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Pfaffenwinkel, erklärt würden ortsübergreifende Projekte durch den Verband finanziert. Für ortsbezogene seien die betroffenen Orte in Zahlungspflicht. Geregelt werde das in einer Zweckvereinbarung. Darin ist auch festgelegt, dass die Verantwortung und das Eigentum der Projekte bei den Kommunen liegt, sagt Lengger im Hauptausschuss. Doch nicht nur Weilheim solle sich als Mitglied des Tourismusverbands beteiligen. Die Gespräche würden auch mit Peiting laufen und „Iffeldorf hat schon zugestimmt“, erklärt die Tourismusverband-Geschäftsführerin.

„Was ist, wenn eine Kommune nicht zustimmt? Wer muss dann die Kosten tragen?“, wirft Hubert Schwaiger (BfW) die Frage auf. Laut Lengger sei das kein Problem, denn „ortsübergreifende Projekte bestimmt und zahlt ja der Tourismusverband Pfaffenwinkel“. Teilprojekte in den jeweiligen Kommunen würden von dieser bezahlt werden. Doch auch dafür gibt es eine Förderung. Im Falle der Projektideen, die die Attraktivität der Ammer in Weilheim steigern sollen, läge die grobe Kostenschätzung – nach Abzug der Fördermittel – bei 22 800 Euro auf sechs Jahre, so Lengger.

Bedenken an Projekt: Attraktive Plätze bringen mehr Verkehr mit sich

„Wenn stadtnah attraktive Plätze geschaffen werden, entlastet das die zu schützenden Ammerräume“, führt sie weiter aus. Mit der Umsetzung der vorgestellten Projekte könne Anfang 2021 begonnen werden. Brigitte Gronau (Grüne) gibt jedoch zu bedenken, dass „zusätzlicher Verkehr kommt“, wenn man die Plätze attraktiver gestaltet. „Mobilität ist ein Thema des Gesamtkonzepts und wird immer mitgedacht“, erwidert Lengger. Doch auch die Kostenfrage thematisiert Gronau: „Kunst sollte nicht kostenlos sein. Die Künstler müssen auch bezahlt werden.“ Der Kunst- und Kulturpfad solle zwar in die Förderung aufgenommen werden, „aber das wäre Teil der zweijährigen Konzeptionsphase“, teilt die Geschäftsführerin des Tourismusverbands mit.

Gerd Ratter, neuer ÖDP-Stadtrat und Referent für Artenvielfalt, war zur Sitzung des Hauptausschusses geladen worden. „Ich begrüße die Beteiligung am Projekt“, bezieht er Stellung. Die Mitglieder des Hauptausschusses gaben ihm Recht und stimmten zu, dass sich die Stadt Weilheim als Mitgliedskommune im Tourismusverband Pfaffenwinkel am Hotspot-Projekt beteiligt. Die abschließende Entscheidung liegt jedoch beim Stadtrat, da der Ausschuss nur vorberatend tätig war.

Lesen Sie auch: Die Corona-Krise wirkt als Beschleuniger. Die VR-Bank Werdenfels, die das vergangene Jahr mit einer Bilanzsumme von 1,732 Milliarden Euro abschloss, verkleinert ihr Netz an Zweigstellen weiter - auch der Landkreis Weilheim-Schongau ist davon betroffen.

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