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Hoher Besuch: Ursula von der Leyen, damals Bundesfamilienministerin, schaute sich Ende August 2008 im Mehrgenerationenhaus in Weilheim um. Begrüßt wurde sie vom damaligen Landrat Dr. Friedrich Zeller.

Caritas-Projekt in Weilheim

Stadt steht zum Generationenhaus

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Weilheim – Das Mehrgenerationenhaus der Caritas in Weilheim kann weiter auf die Unterstützung der Stadt bauen: Die Stadträte stimmten einem jährlichen Zuschuss zu.

Das Mehrgenerationenhaus in der Fußgängerzone in Weilheim kann sich freuen: Die Stadträte im Hauptausschuss stimmten in der Maisitzung einem jährlichen Zuschuss von 10 000 Euro für die Jahre von 2017 bis 2020 zu. Die Zustimmung bei den Haushaltsberatungen Ende des Jahres gilt als sicher. Der Zuschuss geht an die Kreis-Caritas, die Trägerin der Einrichtung.

Bürgermeister Loth: "Einer gute Zusammenarbeit, die wir nicht beenden sollten."

Wie Andreas Wunder, Ordnungsamtschef der Stadtverwaltung, sagte, bezuschusst die Stadt das Mehrgenerationenhaus seit fünf Jahren mit dieser Summe, wobei sie 5000 Euro vom Freistaat aber wieder zurückbekommt. Die Stadträte stuften die Arbeit des Mehrgenerationenhauses durchwegs positiv ein. Bürgermeister Markus Loth (BfW) sprach von „einer guten Zusammenarbeit, die wir nicht beenden sollten“. Marion Lunz-Schmieder, Sprecherin der CSU-Fraktion, unterstrich auch die positiven Effekte, wünschte sich aber „eine gute Kooperation zwischen allen Trägern, damit nicht zu viel doppelt gemacht wird.“ SPD-Fraktionsschef Ingo Remesch nannte die Entwicklung „sehr positiv“ und wollte wissen, ob es eine wissenschaftliche Begleitung gebe. Laut Caritas-Geschäftsführerin Monika Funk wird einmal im Jahr eine Evaluierung vorgenommen, also eine fachliche Untersuchung und Bewertung.

Das Generationenhaus eröffnete im Juli 2008

Mehrgenerationenhäuser gehen auf eine im Jahr 2006 gestartete Initiative von Ursula von der Leyen zurück, die von 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war. Inzwischen gibt es in Deutschland rund 450 solcher Einrichtungen, die als zentrale Begegnungsorte, „an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird“ konzipiert sind, so ihr Auftrag. Das Weilheimer Mehrgenerationenhaus wurde Ende Juli 2008 eröffnet, und zwar im Regionalzentrum St. Anna an der Waisenhausstraße. Schon knapp vier Wochen später stattete von der Leyen im Zug einer Wahlkampftour der Einrichtung einen Besuch ab. Als das Regionalzentrum saniert und der Anbau abgerissen wurde, musste das Mehrgenerationenhaus ausziehen, es fand an der Schmiedstraße 15 („Ruppert“-Haus) ein neues Domizil.

Die Räume im zweiten Stock, die auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen gut zugänglich sind, werden von Ehrenamtsprojekten, Selbsthilfegruppen und anderen Initiativen für Treffen genutzt. Außerdem bieten die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses mit Hilfe von Ehrenamtlichen verschiedene Veranstaltungen an – vom Kinderkino über Kochkurse bis zu Handarbeitstreffs. Außerdem sind dort Beratungsstellen der Caritas angesiedelt.

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