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Soll ein großes Baugebiet werden: Der Anger zwischen Pöltner Kirche, Au und Geistbühelstraße. 

Wohnraum, Kita und ein neuer Park

Weilheim: Startschuss für neues Quartier ist gefallen

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Der Startschuss ist gefallen: Die Stadt Weilheim will den Anger zwischen Pöltner Kirche, Au und Geistbühelstraße bebauen. Ein ganz neues Quartier soll entstehen. Der Bauausschuss beschloss, einen Bebauungsplan aufzustellen. Entscheiden muss aber noch der Stadtrat.

Weilheim – Die Begeisterung war im vergangenen September im Stadtrat groß gewesen: Südwestlich der Kirche St. Pölten soll ein rund 2,1 Hektar großes Areal erschlossen werden. Mit dringend benötigtem Wohnraum, vor allem aber auch einer Kindertagesstätte und einem öffentlichen Park samt Optionen für Fuß- und Radwege (wir berichteten). 

Während die Stadt die Areale für eine Kita und die Grünfläche erwerben würde, verblieben die Wohnbauflächen in der Hand eines privaten Investors – für drei je etwa 6600 Quadratmeter große Quartiere stehen rund 270 Wohnungen in neun Wohnblöcken im Raum. Der Bauausschuss brachte nun das planerische Verfahren auf den Weg: Einstimmig wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans „Nördlich der Geistbühelstraße“ beschlossen. Eine große Debatte gab es nicht mehr. Die breite Zustimmung hatte sich bereits im vergangenen Jahr in den Gremien abgezeichnet. Bürgermeister Markus Loth (BfP) nannte den Aufstellungsbeschluss denn auch „ein wichtiges Signal für den Grundstückseigentümer“. Die endgültige Entscheidung muss allerdings noch der Stadtrat fällen.

Zunächst müssen die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden

Die Stadt muss für eine Bebauung die formalrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Das Gelände ist derzeit eingestuft als „Außenbereich im Innenbereich“, wie es offiziell heißt. „Wie auf einer grünen Wiese“, erklärt es Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt auf Nachfrage. Weilheim ist in einer günstigen Situation: Schafft die Kommune das begehrte Baurecht, will sie dafür auch etwas haben – sprich, einen günstigen Preis für das knapp über 3000 Quadratmeter große Kitagelände an der Bahnlinie und die Parkfläche im nördlichen Bereich, direkt unterhalb der Kirche St. Pölten.

Das Areal soll laut Bauverwaltung als reines Wohngebiet ausgewiesen werden. Gemäß der „Sozialgerechten Bodennutzung“ (SoBoN) müsste ein gewisser Prozentsatz an günstigem Wohnraum angeboten werden. Die Regelung greift laut Roppelt „auf jeden Fall“. Während die Änderung des Flächennutzungsplans bereits läuft, würde der Bebauungsplan in das Verfahren gehen. Noch braucht es den Planentwurf, der öffentlich zur Stellungnahme von Behörden und Betroffenen ausgelegt wird. Dazu wird laut Roppelt ein städtebaulicher Vertrag nötig: Die Stadt suche den Planer aus, der Investor bezahle das Verfahren.

Fördermittel für den Stadtpark in Aussicht

Mit Geld kann die Kommune auch für ihren künftigen Stadtpark rechnen. Wie Roppelt sagt, gab es bereits Gespräche mit der Regierung von Oberbayern: Für einen Planungswettbewerb und dessen Umsetzung stünden Mittel aus der Städtebauförderung im Raum.

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