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Auf dem Kirchplatz soll vom 5. Dezember bis 8. Januar 2017 eine Stockbahn installiert werden – der Wochenmarkt (Foto) muss aber nicht ausfallen. 

Weilheim

Stockschießen auf dem Kirchplatz

Weilheim - Eine Attraktion für Weilheim: Der Hauptausschuss segnete Pläne einer privaten Initiative für Kunststoffbahn samt Verkaufsstand ab.

Die Stadt Weilheim bekommt neben Christkindlmarkt und „Hüttenzauber“ über die Weihnachtszeit eine weitere Attraktion in der Innenstadt: Auf dem Kirchplatz kann eine Eisstockbahn aus Kunststoff samt Gastronomie entstehen. Das Angebot soll direkt nach dem Weihnachtsmarkt ab 5. Dezember bis 8. Januar laufen. Der Hauptausschuss segnete den entsprechenden Antrag einer Interessengemeinschaft ohne große Diskussion und einstimmig ab.

Hinter dem privaten Vorhaben steckt ein Quartett um Veronika Seidler, Saika Merx, Florian Heil und Ralf Gebauer. Sie wollen mit ihrem Projekt, das in Weilheim Premiere feiern würde, die Innenstadt beleben. „Der Bedarf ist einfach da“, sagt Veronika Seidler, die das Konzept im Ausschuss präsentierte. Ihnen geht es um eine Aufwertung des Bereichs, was Veranstaltungen betrifft. Seidler: „Der Kirchplatz wird ein bisschen vernachlässigt.“

Allerdings gibt es keine richtige Eis-Zeit in Weilheim. Auf Kühlaggregate und aufwändige Installation wird verzichtet. Laut Seidler soll stattdessen eine zwei mal 15 Meter große Bahn aus Kunststoffplatten verlegt werden – ohne Wasser und Strom. Vorteil: Für den Wochenmarkt am Dienstag auf dem Kirchplatz kann die Anlage problemlos abgebaut werden.

Wo genau die Eisstockbahn auf dem Areal installiert wird, ist noch unklar. Zwei Bahnvarianten sind laut den Veranstaltern möglich. Die Detailplanung läuft nach dem OK im Ausschuss erst an. Es müssen zudem die Öffnungszeiten geklärt werden. Die Interessengemeinschaft möchte die Bahn täglich in Betrieb haben, ob auch an den Feiertagen, ist offen. Die Zeiten sollen sich am „Hüttenzauber“, der vom 18. November, bis 31. Dezember mit drei Ständen in die Schmiedstraße lockt, anlehnen, wie Rathausmitarbeiterin Jutta Liebmann sagt. Die Leiterin des Amts für Standortförderung, Kultur und Tourismus jedenfalls ist angetan vom Vorhaben: „Da steckt viel Arbeit dahinter“, sagt sie. Liebmann hofft auf eine Sogwirkung, nicht nur bei Stockschützen. „Das könnte auch andere Besucher ansprechen.“

Denn als zusätzliches Angebot plant die Interessengemeinschaft einen Verkaufsstand. Dort gibt es Getränke von Feuerzangenbowle bis Kinderpunsch und Speisen. Dafür wollen sich die Veranstalter die angrenzenden Gastronomen mit ins Boot holen: Diese dürften mittags am Stand ihr Essen verkaufen. Erste Gespräche gab es schon, die Resonanz sei positiv, berichtet Seidler.

Einen Eisplatz bietet heuer wieder Penzberg: „Hannis Eismärchen“ vom 9. Dezember bis 8. Januar auf dem Stadtplatz. In Weilheim wurde eine derartige Anlage auf dem Kirchplatz im vergangenen Jahr vorerst verworfen – das Gelände sei zu abschüssig, hieß es damals.

Text: Andreas Baar

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