Frau radelt über die Theresienwiese - plötzlich springen viele Männer aus Gebüsch und bedrängen sie

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In der Stadthalle informierten sich Besucher über Varianten einer Entlastungsstraße. 

Meinungen gehen auseinander

Thema „Entlastungsstraße“ zieht an: Über 100 Bürger beim 4. Info-Markt

Das Thema „Entlastungsstraße“ zog über 100 Bürger aus Weilheim und den Nachbargemeinden an. In der Stadthalle informierten sie sich beim vierten Info-Markt.

Weilheim – Die Meinungen unter dem Besuchern gingen weit auseinander. Ganz klar für die Westumfahrung ist Frank Dittmann. Der Unternehmer denkt dabei an die weitere Entwicklung von Weilheim. Eine Straße im Westen würde die dortigen Gewerbegebiete anbinden und deren Erweiterung ermöglichen. Außerdem bliebe im Osten die Fläche für zusätzliche Wohnbebauung frei. In beidem sieht Dittmann einen finanziellen Vorteil für die Stadt: „Die Einnahmen aus Gewerbesteuer und aus Einkommensteuer würden steigen.“

Eine Besuchergruppe, die sich lange mit der Variantenübersicht beschäftigte, kam zum gegenteiligen Ergebnis. Die Ostumfahrung sei besser, weil sie nach der Studie die größte Entlastung bringe. Allerdings sollte sie wenigstens im Süden unterirdisch verlaufen, am besten aber auf der gesamten Länge.

Widerstand der Wielenbacher gegen lange Westvariante

Gegen die lange Westvariante, die durch das Wielenbacher Wasserschutzgebiet laufen würde, gibt es in der nördlichen Nachbargemeinde der Stadt Widerstand. Im Gemeinderat wurde bereits angeregt, dass Wielenbacher Bürger an der geplanten Umfrage beteiligt werden sollten. Dass über ihre Köpfe hinweg entschieden wird, ihr Wasserschutzgebiet zu gefährden, wollen sie nicht hinnehmen.

Auch der bergmännische Tunnel ist laut Robert Findel vom Münchner Planungsbüro für Tunnelbau, „EDR“, machbar. Technisch sei es kein Problem, mit einer Tunnelbaumaschine Weilheim zu untertunneln. Es sei nur eine Frage der Kosten.

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Infomärkte sind nun beendet - so geht es weiter

Während die Info-Märkte mit nun beendet sind, wird es laut Arnold Vitez noch weitere Veranstaltungen für geschlossene Gruppen geben, in denen einzelne Themen besprochen werden. Im August werden die Ergebnisse im Stadtmuseum ausgestellt, so der Manager der Kommunikationsberatung „Hendricks und Schwartz“, die im Auftrag des Staatlichen Bauamts Weilheim für den Dialog mit den Bürgern zuständig ist. Anschließend werde eine Dokumentationsbroschüre erstellt, die den Bürgern als Entscheidungshilfe für die Befragung durch die Stadt dienen soll. Die Broschüre werde keine Empfehlung enthalten. Nach der Entscheidung des Stadtrats werde eine Variante dem Bund vorgeschlagen, der für den Bau der Bundesstraße zuständig ist.

Von Alfred Schubert

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