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Die Teilnehmer der Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative „Entlastung jetzt!“. 

Gründung von „Entlastung jetzt!“

Umfahrung: Noch eine Bürgerinitiative

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Nach den Bürgerinitiativen „Heimat 2030“ und „Marnbach/Deutenhausen“ und der „Bürgerinitiative für Weilheims Zukunft“ wurde Nummer vier gegründet: „Entlastung jetzt!“. 

Weilheim – Bürgermeister Markus Loth hatte schon im November beim bisher letzten „Jour Fixe“ zur Umfahrung gehört, dass etwas im Busch ist: Angesprochen auf die zu diesem Zeitpunkt frisch gegründete „Bürgerinitiative für Weilheims Zukunft“ hatte Loth gesagt, er habe gehört, dass sich noch eine weitere Initiative bilden wolle. „Das waren wir“, bestätigte Andreas Schalk. Vergangene Woche wurde die Bürgerinitiative „Entlastung jetzt!“ mit rund 30 Teilnehmern im Gasthof „Oberbräu“ gegründet, obwohl man eigentlich schon früher dran sein wollte. „Aber dann kam uns die Pro-Westumfahrungsgruppe in die Quere“, sagt Schalk – man wollte nicht zwei Bürgerinitiativen fast gleichzeitig gründen, deshalb habe man sich jetzt noch etwas Zeit gelassen.

Im Gegensatz zur anderen Gruppe will sich die jetzt gegründete Initiative nicht auf eine bestimmte Variante festlegen. Wichtig sei nur, dass Weilheim vom Verkehr entlastet werde. Wie die Initiatoren – neben Schalk noch Anton Schuster, Richard Schweiger und Norbert Vidal – betonten, seien alle bisher erstellten Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Entlastungsstraße dringend geboten sei. „Wir wollen nicht irgendeine, sondern die beste Lösung“, so Vidal.

Initiative lehnt Nulllösung ab

Dazu seien die Ergebnisse der Voruntersuchungen nötig, die derzeit vom Staatlichen Bauamt erstellt werden. „Wenn dort herauskommt, dass eine Westumfahrung die Vorzugsvariante ist, werden wir sicher mit der anderen Initiative fusionieren“, sagte Schalk. Man sei im Kontakt miteinander, habe auch die jeweils andere Gründungsversammlung besucht.

Eine Nulllösung, wie sie von manchen gefordert werde, lehnt die Initiative jedenfalls entschieden ab. Ihr gehe es vorrangig um eine sachliche Information auf der Basis belastbarer Daten und Expertenaussagen, heißt es. „Lösungsfindungen aufgrund von Mutmaßungen, persönlichen Einschätzungen oder versteckten Eigeninteressen sind angesichts der Tragweite des Projekts einer Entlastungsstraße und der einmaligen Chance für Weilheim untauglich“, schreiben die Initiatoren in einer Mitteilung. Man müsse „der einseitigen Argumentation der Umfahrungsgegner“ mit einer umfassenden Aufklärungsarbeit begegnen. „Die schweigende Mehrheit leidet unter der gegenwärtigen Verkehrssituation. Das wurde bisher kaum zum Thema gemacht.“

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Das haben sich die Mitglieder vorgenommen

Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben sich viel vorgenommen: Sie wollen Aufklärung leisten hinsichtlich der negativen Auswirkungen des zunehmenden Verkehrs in Bezug auf Gesundheit, Wohn- und Lebensqualität sowie den Wirtschaftsstandort Weilheim und dazu Informationsveranstaltungen mit Experten auf die Beine stellen. „Der Entlastungseffekt einer Um- oder Unterfahrung soll diskutiert und die Mobilitätsentwicklung in der Region aufgezeigt werden.“

Erste Aktionen sollen bald gestartet werden, auch die Homepage werde in einigen Tagen freigeschaltet, sagte Schalk. Man habe sich auch in Garmisch-Partenkirchen informiert, wo die Umfahrungs-Befürworter seit 15 Jahren für die Verkehrsentlastung ihres Ortes kämpfen. Erstes Resultat: „Wie dort wollen wir große Banner auf den Weilheimer Einfallstraßen aufhängen. Wir hoffen, die Grundstücksbesitzer überzeugen zu können.“

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