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Erhöhter Verkehrslärm wurde in Weilheim festgestellt. Tagsüber sind die Werte an einigen Stellen über 67 dBa und nachts höher als 57dBa.

Am 21. November entscheidet der Stadtrat

Verkehrslärm: Erhöhte Werte wurden ermittelt – jetzt sollen Taten folgen

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Mehrere hundert Bewohner sind in Weilheim von „deutlich erhöhten Lärmwerten“ durch Autoverkehr betroffen. Das ist das Ergebnis einer Lärmkartierung, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Nun geht es um Folgerungen daraus.

Weilheim – Wo in Weilheim ist der Verkehrslärm für Anwohner tagsüber höher als 67 dBa und nachts höher als 57 dBa? Das sollte eine „erweiterte Lärmkartierung“ ermitteln, mit der im Mai das Greifenberger Büro „Accon GmbH“ beauftragt wurde. Hintergrund dafür sind Maßgaben der „EU-Umgebungslärmrichtlinie“. Eine entsprechende „Lärmaktionsplanung“ für Weilheim hatte auch die Bürgerinitiative „Entlastung jetzt!“ gefordert.

Im Bauausschuss des Stadtrates wurden jetzt in aller Kürze Ergebnisse der Kartierung vorgestellt. Gekostet hat diese an die 15 000 Euro. Dafür wurde allerdings nicht vor Ort an Häusern gemessen, wie Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, erklärte – die Ersteller haben für die Kartierung Zahlen des Kurzak-Verkehrsgutachtens von 2017 hochgerechnet.

Erhöhte Lärmwerte ermittelt

So wurden laut Stork für Teile von Münchener Straße, Schützenstraße, Unterem Graben, Pollinger Straße und Alpenstraße (im südlichen Bereich), für „die ganze Obere Stadt“ sowie die Ortsdurchfahrten Deutenhausens und Marnbachs erhöhte Lärmwerte ermittelt. 

Rund 380 Einwohner seien in ihren Wohnungen ganztägig von Werten über 67 dBa, 470 Einwohner nachts von Werten über 57 dBa betroffen. „Wir müssen jetzt den nächsten Schritt gehen und schauen, wie kommen wir da runter, wie können wir Lärm vermeiden?“, so Stork.

„Wir müssen Taten folgen lassen“, sagte Verkehrsreferent Claus Reindl (BfW): „Die Entlastungsstraße ist vielleicht ein Teil davon, kommt aber wer weiß wann.“ Kostengünstige Maßnahmen könnten zunächst etwa Tempolimits sein. 

Maßnahmenkatalog zur Lärmreduzierung soll erstellt werden 

„An Diskussionen über Tempo 30 führt kein Weg vorbei“, befand auch Michael Lorbacher (SPD). Bürgermeister Markus Loth (BfW) erinnerte daran, dass vor einigen Jahren selbst der Beschluss für Tempo 40 in der Oberen Stadt von der Regierung „kassiert“ worden sei. Doch man müsse „das noch mal angehen“.

Der Bauausschuss votierte einstimmig dafür, von „Accon“ nun einen Maßnahmenkatalog zur Lärmreduzierung erstellen zu lassen. Entschieden wird darüber am 21. November ab 19 Uhr im Stadtrat.

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