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Saisonvorbereitung an der Ammer: Mitglieder der Wasserwacht bei einer Übung.

Badesaison am Dietlhofer See

Wasserwacht in Sorge: „Wasser wird oft unterschätzt“

Um für die Badesaison gewappnet zu sein, hat sich die Wasserwacht ausgiebig vorbereitet. Sorge bereiten vor allem die schlechten Schwimmkünste vieler Menschen.

Weilheim – Inzwischen haben die Mitglieder der Weilheimer Wasserwacht schon wieder einige Wochenenden in ihrer Wachstation am Dietlhofer See in Weilheim verbracht. Die Station ist jeweils freitags ab 15 Uhr und samstags und sonntags den ganzen Tag über, bis etwa 18 Uhr und bei richtig gutem Badewetter auch noch länger besetzt, wie der Vorsitzende der BRK Wasserwacht Weilheim, Reiner Socher, erläutert. Die Wasserwacht hat in Weilheim 25 Helfer im Einsatz, die alle verschiedene Ausbildungen absolviert haben und alle ihre Dienste ehrenamtlich leisten. „Wir wechseln uns ab“, sagt Socher.

Die Wasserwachtler leisten pro Jahr zwischen 60 und 100 Mal erste Hilfe, „davon sind fünf bis zehn Verletzungen schwer“, sagt Socher. So schwer, dass der Rettungswagen kommen und die Verletzten ins Krankenhaus bringen müsse. Die Wasserwacht versorgt Schnitt- und Schürfwunden und hilft, wenn ein Badender in Not gerät.

Immer mehr Menschen schwimmen nur schlecht 

In diesem Zusammenhang bereitet Socher insbesondere Sorge, dass „Wasser oft unterschätzt wird.“ Zu dieser seit jeher herrschenden Sorglosigkeit im Umgang mit Wasser komme noch hinzu, dass Kinder und Jugendliche sowie auch Erwachsene zunehmend schlecht schwimmen können: „Die Zahl der Menschen, die gut schwimmen können, nimmt ab“, sagt Socher. Seiner Ansicht nach, tragen dazu unter anderem die vielen Spaßbäder bei, bei man sich auch im Wasser vergnügen kann, ohne schwimmen zu können.

Die Badesaison hat begonnen: Bereits seit Ende April suchen Jung und Alt Abkühlung im Dietlhofer See.

Deswegen bietet die Weilheimer Wasserwacht auch regelmäßig Schwimmkurse an. Denn die Hauptaufgabe sieht Socher darin, vorzubeugen, dass es möglichst wenige Badeunfälle gibt. Die Mitglieder der Wasserwacht haben sich heuer mit wöchentlichen Trainingsabenden, bei einem Ausbildungswochenende in Peißenberg am Ammerhaus und bei einem Ausbildungstag am Dietlhofer See auf den Ernstfall vorbereitet.

Auch an Flüssen und Bächen hat die Wasserwacht trainiert

Diesmal haben die Wasserwachts-Mitglieder auch an der Ammer, an einem fließenden Gewässer, trainiert, weil sie nicht nur für den Dietlhofer See in Weilheim, sondern für alle Gewässer zwischen Ammersee und Staffelsee zuständig sind – auch für die Flüsse und Bäche. „An der Ammer waren wir im vergangenen Jahr sehr oft im Einsatz“, sagt Socher.

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Von Kathrin Hauser

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