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Stolz präsentierte sich die neue Bayerische Weißwurstkönigin Franziska Schalk aus Weilheim nach ihrer Wahl.

Weißwurst liegt ihr besonders am Herzen

Weilheimerin aus 38 Bewerbern zu Weißwurstkönigin gekürt

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Ein wahrhaft krönender Abend ging im Joska-Restaurant im niederbayerischen Bodenmais zu Ende. Davor hatte die Jury nach reiflicher Überlegung Franziska Schalk zur neuen Bayerischen Weißwurstkönigin gekürt.

Weilheim – Die 22-jährige angehende Metzgermeisterin aus Weilheim setzte sich erfolgreich gegen die sechs anderen Finalistinnen durch. 38 Bewerberinnen wollten diesen begehrten Titel. Franzi I. war unter den Klängen der Bayernhymne überwältigt, das Gefühlskarussell drehte sich rasant, und die zierliche junge Dame freute sich unheimlich über ihr großes Glück.

Sie ist nun die Nachfolgerin von Lena I. Auf den zweiten Platz schaffte es die 26-jährige Metzgermeisterin Melanie Popp aus Veitsbronn in Mittelfranken, sie hatte bereits zuvor schon zum zweiten Mal das Finale um die Weißwurstkrone erreicht. Sie und die weiteren fünf Finalistinnen gelten als Prinzessinnen.

Drei Aufgaben hatte der Conferencier des Abends den sieben Finalistinnen gestellt. Darin ging es um deren Vorstellung und Eignung, einem Frage- und Antwortspiel, und schließlich mussten sich die Damen im „Gstanzlsingen“ bewähren.

Verständnis von Familien und Freunden erwartet

Speziellen Einlagen mussten sich auch Miss und Mister Bayern unterziehen. Dass er bereits zweimal in der Jury dabei war, bekannte der Bundestagsabgeordnete Alois Rainer in seinem Grußwort. Für ihn ist die jeweilige Regentin nicht nur Botschafter der Weißwurst, sondern für das gesamte Metzgerhandwerk.

Der neue Schirmherr, einziger Metzgermeister im Bundestag, forderte auch Verständnis von den Familien, Freunden und Fans ein, die in enormer Stärke angereist waren und ihre Favoriten nach besten Kräften unterstützen. Zumal viele Termine auf die Weißwurstkönigin zukommen, etwa ein Auftritt bei der „Grünen Woche“ in Berlin.

Der Metzgerberuf liegt in der Familie  

Die 22-Jährige, die im Weilheimer Gymnasium ihr Abitur gemacht hat, ist voller Tatendrang: „Derzeit mache ich meinen Meister in einem Betrieb in Augsburg, das hält mich gut auf Trab“, verriet sie. Wie die Jungfrau zum Kinde ist sie zum Metzgerberuf nicht gekommen – das Handwerk hat in ihrer Familie vielmehr gute Tradition: Ihr Vater ist Inhaber einer Schinkenmanufaktur in Peißenberg, sie selbst hat schon länger mit dem Beruf des Metzgers geliebäugelt. „Zur Weißwurstkönigin gekrönt zu werden, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Ich freue mich riesig.“

Weißwurst ist Produkt, das das Handwerk am besten widerspiegelt

Vor allem die Weißwurst liegt ihr unter den Fleischwaren besonders am Herzen – ist sie doch wegen der individuellen und anspruchsvollen Zubereitung die Kür eines jeden Metzgerbetriebs. Das ist auch der Grund, warum sie sich auf die Prozedur dieses Wettbewerbs eingelassen und dem Ziel, Weißwurstkönigin zu werden, in den vergangenen Wochen ihr ganzes Engagement gewindet hat.

„Die Weißwurst ist das Produkt, das das Handwerk des Metzgers am besten widerspiegelt. Leider ist das vielen Menschen nicht bewusst. Ich würde mir wünschen, dass das Ansehen des Metzgerberufs in der Bevölkerung steigt“, so die neue Majestät. Nicht nur deswegen habe sich die harte Vorbereitungszeit gelohnt.

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